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    Beiz verrechnet 900 Euro zu viel – und sucht Gast

    Vivian Balsiger
    Vivian Balsiger

    Deutschland,

    Aus 115 wurden 1015 Euro: Ein Wirt in Hagen DE sucht auf Social Media nach einem Gast, dem er versehentlich 900 Euro zu viel verrechnet hat.

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    Ein Restaurant in Deutschland verrechnete einem Gast versehentlich 900 Euro zu viel – und sucht ihn daraufhin per Social Media. - Instagram/@strandhaushagen

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein Restaurant in Deutschland verrechnet einem Gast versehentlich 1015 statt 115 Euro.
    • Weil der Gast den Fehler nicht bemerkt, suchte ihn der Wirt öffentlich.
    • Nach über einer Million Aufrufen wird der Gast gefunden - und bekommt die 900 Euro zurück.

    Ups! Im «Strandhaus Hagen» tippte ein Mitarbeiter eine Null zu viel ins Karten-Gerätli. Aus einer Rechnung über 115 Euro wurden so 1015 Euro – 900 Euro (rund 848 Franken) zu viel.

    Fatal: Der Gast bezahlte die Mega-Rechnung, ohne den Fehler zu bemerken. Auch das Restaurant merkte erstmal nichts.

    Kontrollierst du den Betrag auf dem Gerätli, wenn du mit Karte zahlst?

    Der Wirt will den Fehler aber nicht einfach unter den Teppich kehren. Also greift er kurzerhand zu ungewöhnlichen Mitteln und startet einen Aufruf in den sozialen Medien.

    «Da ist uns leider ein richtig heftiger Fehler passiert!», schreibt er zum Video, in dem er den Vorfall schildert.

    «Wir haben’s jetzt grad bei der Abrechnung gemerkt», erzählt Mike Henning. «Das ist natürlich mega peinlich.»

    Die Mission des Wirts ist klar: Gast finden, Geld zurückzahlen. Und zwar möglichst schnell.

    Deshalb bittet er seine Community, das Reel fleissig zu teilen. Vielleicht stolpert der gesuchte Gast ja irgendwo über das Video.

    Die Meinungen gehen auseinander

    Das lässt sich Social Media nicht zweimal sagen.

    In der Kommentarspalte geht es heiss her. Einige Nutzer haben praktische Tipps parat: «Die EC-Karten-Firma kann den Inhaber der Karte rausfinden», schreibt etwa jemand.

    Andere nehmen die Sache deutlich lockerer: «1000 Euro merke ich nicht mal, wenn die bei mir aufm Konto fehlen», witzelte ein Nutzer.

    Und auch an bissigen Kommentaren mangelt es nicht: «Lächerlich. Einfach den falschen Betrag exklusive des korrekten Betrages zurück buchen. Wir leben im Jahre 2026.»

    eingetippt
    Ein Mitarbeiter des Restaurants hatte den Betrag versehentlich falsch ins EC-Gerät eingegeben. - Instagram

    Doch zwischen Spott und guten Ratschlägen gibt es auch jede Menge Zuspruch. «Drücke die Daumen. Fehler passieren. Rückgrat muss man haben», schreibt eine Nutzerin beispielsweise.

    Mehr als eine Million Views

    Der Aufruf geht derweil durch die Decke. Mehr als eine Million Mal wurde das Video angeschaut, erklärt der Wirt auf Instagram.

    Nur einer scheint es bisher nicht gesehen zu haben: Der gesuchte Gast.

    Er meldet sich jedenfalls nicht.

    Was würdest du tun, wenn dir ein Restaurant zu viel berechnet?

    Dafür trudeln offenbar zahlreiche andere Nachrichten beim Restaurant ein. Denn nicht wenige Nutzer sind überzeugt: Das Ganze muss doch ein Scherz sein. Oder vielleicht einfach eine ziemlich clevere Werbeaktion.

    «Kein Scherz»

    Der Wirt sieht sich deshalb gezwungen, noch einmal nachzulegen. Einen Tag später stellt er klar: «Nein, das war kein Scherz. Und nein, das war auch keine Werbung.»

    Man habe den Zahlungsanbieter bereits kontaktiert. Die Angelegenheit werde offiziell geklärt. Und vor allem: «Der Gast wird sein Geld selbstverständlich zurückbekommen.»

    Und wirklich – am Mittwochabend heisst es Aufatmen.

    Der Restaurantbesitzer meldet sich erneut auf Social Media – diesmal mit der freudigen Nachricht: «Wir haben ihn gefunden!»

    Video nicht gesehen – aber Konto

    Der Gast habe sich tatsächlich bei der Beiz gemeldet. Aber nicht wegen der viralen Suchaktion.

    Stattdessen habe der Mann schlicht irgendwann seine Kontobewegungen kontrolliert. Und die 900 Euro Differenz dürften dabei für einen Schockmoment gesorgt haben.

    Der Wirt kann jedenfalls aufatmen. Somit sei der «Fall gelöst» und das Geld «auf dem richtigen Weg», schreibt er.

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    Kommentare

    User #1917 (nicht angemeldet)

    Ehrlichkeit im Gastgewerbe? Ich dachte das gäbe es nicht.

    User #1521 (nicht angemeldet)

    Verstehe ich nicht. Den Gast zu suchen macht ja nur Sinn, wenn er bar bezahlt hat. Offenbar war das nicht der Fall. Bei Kartenzahlung gibt es überhaupt keine Probleme, das Geld zu erstatten. Was für ein Aufriss für eine Panne, die man innerhalb von einer Stunde nach der Abrechnung des Abends hätte beheben können. Streng genommen "müssen"...

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