Handel

    Trump: Keine Zinssenkung, kein Handel mit einigen Ländern

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Irland,

    Kurz vor einer möglichen Zinserhöhung durch die US-Notenbank Federal Reserve hat US-Präsident Donald Trump erneut Druck ausgeübt. Er bekräftigte seine Drohung eines Handelsstopps mit bestimmten Ländern, sollte der Zentralbankrat die US-Geldpolitik nicht lockern.

    Zinsen runter, sonst gibt es keinen Handel. So will US-Präsident Donald Trump die Vereinigten Staaten wieder gross machen.
    Zinsen runter, sonst gibt es keinen Handel. So will US-Präsident Donald Trump die Vereinigten Staaten wieder gross machen. - KEYSTONE/AP/Julia Demaree Nikhinson

    «Ich werde das bei einigen Ländern tun. Ich habe keine Wahl», behauptete Trump auf eine Frage einer Journalistin. Auf die Frage nach dem Zeitfenster sagte Trump dann: «Ich werde es tun. Es wird sich über einen gewissen Zeitraum erstrecken.»

    Trump hatte Anfang September auf Truth Social in Richtung der Fed geschrieben: «Senkt die Zinsen, oder ich breche den Handel mit Ländern ab, mit denen wir ein Defizit haben». Trump argumentierte, dass der Arbeitsmarkt deutlich stärker gewachsen sei als gedacht und dies ausreiche, um geringere Zinsen zu legitimieren.

    Zuvor hatte das US-Arbeitsministerium einen überraschend starken Arbeitsmarktbericht für den August vorgelegt. So stieg die Beschäftigtenzahl um 162'000 – Volkswirte hatten im Schnitt lediglich mit 55'000 zusätzlichen Stellen gerechnet. Im Juli hatte der Arbeitsmarkt noch enttäuscht.

    Trumps Expertise weicht von der von Volkswirten ab

    Volkswirte merken allerdings an, dass ein starker Arbeitsmarkt die Lohnentwicklung und damit auch die Inflationsgefahren verstärken kann. Trump ging nicht darauf ein, dass die Inflation in seinem Land seit mehr als fünf Jahren über dem von der Fed angestrebten Ziel von zwei Prozent liegt. Der US-Präsident liess damals wie heute offen, welchen Zusammenhang er zwischen gewünschter Zinssenkung in den USA und dem Handelsdefizit mit einigen Ländern sieht.

    Niedrigere Zinsen können dafür sorgen, dass Unternehmen schneller wachsen. Zugleich heizen sie die Inflation an. Fed-Chef Kevin Warsh hatte jüngst klargemacht, dass er der Preisstabilität eine höhere Priorität einräumt, und sich zu höheren Zinsen bereit gezeigt. Die Teuerungsrate lag im August bei 3,4 Prozent. Mittlerweile rechnet eine überwiegende Mehrheit der Volkswirte damit, dass die Fed den Zins anheben wird. Es wäre das erste Mal seit Dezember 2025, dass der Zentralbankrat überhaupt Hand an den Leitzins legt, und die erste Straffung seit Juli 2023.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #5559 (nicht angemeldet)

    Wenn man einen aufmerksamkeitssüchtigen Entertainer zum Präsidenten wählt, kann man zwar mit täglicher Unterhaltung rechnen, aber sicher nicht mit seriöser Politik. Trump ist in diesem Sinne der CEO der USA, der Chief Entertainment Officer Amerikas, über den die ganze Welt tagtäglich kopfschüttelnd redet, der aber kaum irgendwelche Probleme löst.

    User #2833 (nicht angemeldet)

    Kein Handel mit der Schweiz würde heissen: keine Medikamente für die USA. Da schiesst sich Trump ein weiteres Eigentor.

    Weiterlesen

    J.N
    «Angst»
    Lawine
    83 Interaktionen
    «Tagesschau-Mändli»

    MEHR IN NEWS

    Flávio Bolsonaro Brasilien Wahl
    11 Interaktionen
    Von Miami aus
    Windows 11 26H2
    2 Interaktionen
    Redmond
    Flávio Bolsonaro
    2 Interaktionen
    Miami

    MEHR HANDEL

    10 Interaktionen
    Paris
    CO2
    4 Interaktionen
    CO2-Handel
    Mark Carney midterms
    20 Interaktionen
    Handel
    Wildberries Brand
    25 Interaktionen
    Angriff

    MEHR AUS IRLAND

    mcdonalds
    251 Interaktionen
    Schweizer verwirrt
    41 Interaktionen
    Dublin
    Waterford
    Michael Flatley Niamh O’Brien
    Nach Krankheit