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    CO2-Handel: EU will Preissprünge für Industrie verhindern

    Keystone-SDA
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    Belgien,

    Um Preissprünge für die Industrie zu vermeiden, will die EU in das Treibhausgas-Handelssystem eingreifen. Damit werden die Klimaschutzregeln angepasst.

    CO2
    CO2-Emissionen sind seit langem ein Diskussionsthema. - keystone

    Unterhändler von EU-Staaten und dem Europaparlament einigten sich darauf, eine Reserve für Emissionszertifikate zu erhöhen, wie beide Seiten am Mittwoch mitteilten. Unabhängig davon beraten sie derzeit auch über eine noch weitergehende Anpassung.

    Bestimmte Unternehmen müssen in Europa Zertifikate für den Ausstoss klimaschädlicher Gase wie Kohlendioxid (CO2) vorweisen und können nach Bedarf damit handeln. So soll das EU-Emissionshandelssystem besonders in energieintensiven Sektoren als Anreiz dienen, Treibhausgase einzusparen.

    Bislang gilt das System vor allem für Stromerzeuger und Industrieunternehmen. Allerdings wurden in den vergangenen Jahren mehr Emissionszertifikate verfügbar, als von den Firmen genutzt wurden.

    Nicht genutzte Zertifikate werden in der sogenannten Marktstabilitätsreserve (MSR) gehalten. Wenn zu viele im Markt sind, werden einige in die Reserve verschoben. Wenn zu wenige Zertifikate da sind oder der Preis stark steigt, gibt die Reserve zusätzliche Zertifikate frei. Das kann die Preise senken und so Unternehmen, die Emissionszertifikate brauchen, entlasten.

    Bisher werden in der Reserve maximal 400 Millionen Zertifikate gehalten, darüber hinausgehende werden für ungültig erklärt. Die Kommission hatte vorgeschlagen, die Obergrenze aufzuheben. Die Unterhändler von Rat und Parlament einigten sich am Dienstag darauf, die Obergrenze nicht komplett aufzuheben, wie sie nun mitteilten.

    Stattdessen sollen in der Reserve künftig bis zu 700 Millionen Zertifikate gehalten werden. Dies biete einen grösseren Puffer für Marktschwankungen und schütze gleichzeitig vor einem Überangebot von Zertifikaten auf dem Markt.

    Die vorläufige Einigung muss noch von Rat und Parlament gebilligt und schliesslich jeweils formell angenommen werden. Die europäischen Staats- und Regierungschefs hatten vergangene Woche bei einem Treffen in Brüssel gefordert, das laufende Gesetzgebungsverfahren zur Marktstabilitätsreserve schneller voranzutreiben, «um übermässige Preisschwankungen zu dämpfen».

    Auf diesen Wunsch verwies nun auch der auf Seiten der EU-Staaten zuständige irische Minister Darragh O'Brien. Man habe eine ausgewogene Lösung erzielt. Parlament und Rat arbeiten derzeit auch an einem umfassenderen Kommissionsvorschlag zur Überarbeitung des Emissionshandelssystems.

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    Kommentare

    User #3486 (nicht angemeldet)

    Es ist einfach eine Geldmacherei, bei denen der Staat am meisten verdient.

    User #2874 (nicht angemeldet)

    Da wäre doch die Trampolinspringerin gefragt.

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