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    Wildberries brennt – Milliardenschäden für Russlands Handel

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    Russland,

    Das Logistikzentrum von Wildberries in Koledino steht nach einer ukrainischen Drohnenattacke in Flammen. Branchenquellen sprechen von Milliardenschäden.

    Wildberries Brand
    Das Logistikzentrum von Wildberries in Koledino steht nach einer ukrainischen Drohnenattacke in Flammen. (Symbolbild) - keystone

    Ein gewaltiger Drohnenangriff der Ukraine hat in der Nacht zum Sonntag die Region Moskau erschüttert. Das zweitgrösste Logistikzentrum von Wildberries in Koledino, rund 40 Kilometer vom Kreml entfernt, stand laut «T-Online» in Flammen.

    Das betroffene Lager umfasst mehr als 200'000 Quadratmeter und gilt als einer der wichtigsten Umschlagplätze des Unternehmens. In sozialen Netzwerken kursierten Videos, die Drohnentreffer und eine riesige Rauchsäule über dem Komplex zeigen sollen.

    Findest du, dass Angriffe auf Wildberries-Logistikzentren einen spürbaren Einfluss auf den russischen Krieg haben?

    Laut dem Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin griff die Ukraine die Hauptstadtregion in jener Nacht mit rund 600 Drohnen an. Davon wurden 201 nach seinen Angaben auf Telegram von der Luftabwehr in der Region Moskau zerstört, berichtet der «Tagesspiegel».

    Wildberries im Visier ukrainischer Drohnen

    Es war nicht der erste Angriff auf die Gegend: Bereits am 18. Juli war Koledino Ziel einer Drohnenattacke, das Logistikzentrum blieb damals noch unversehrt, berichtet «T-Online». Auch im rund 15 Kilometer entfernten Domodedowo brach nach einem Drohnentreffer ein weiterer Grossbrand aus.

    Verletzt wurden dabei drei Personen in der Stadt Podolsk, wie der «Tagesspiegel» berichtet. Die Wildberries-Mitarbeiter hätten sich laut dem Moskauer Gebietsregierung rechtzeitig in Sicherheit bringen können.

    Wildberries gilt laut «T-Online» als grösste russische Online-Handelsplattform und wird oft mit Amazon verglichen. Seit Mitte Juli haben ukrainische Drohnen mindestens 20 Logistikzentren des Unternehmens angegriffen, mehrere sollen dabei beschädigt oder zerstört worden sein.

    Milliardenschäden belasten Händler

    Branchenquellen beziffern die direkten Verluste von Wildberries auf bis zu zwei Milliarden Euro (etwa 1,8 Milliarden Franken), wie «T-Online» berichtet. Mehr als 400'000 Verkäufer sollen betroffen sein, einige davon hätten bis zu 90 Prozent ihres Warenbestands verloren.

    putin Wildberries
    In der Nacht auf Sonntag traf ein Drohnenschwarm Wildberries nahe Moskau. Der Angriff könnte die russische Inflation weiter verschärfen. - keystone

    Die wirtschaftlichen Konsequenzen könnten laut Experten auch breiter ausstrahlen. Der Ökonom Michael Rochlitz erklärte der «Bild», Lieferengpässe durch Wildberries-Ausfälle heizten die russische Inflation weiter an.

    Rochlitz schränkte jedoch ein: «Ein Systemkollaps ist das nicht, aber der wirtschaftspolitische Spielraum wird weiter kleiner.»

    Kommentare

    User #4855 (nicht angemeldet)

    Putin gehört nach Den Haag.

    User #2924 (nicht angemeldet)

    Putin soll mal schön den Geldbeutel aufmachen, um Wildberries und deren Dritthändler zu retten. 1000 Mrd. Rubel bezahlt er doch aus der Kaffeekasse.

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