Krieg

Tourismus in Griechenland und Zypern spürt Folgen der Iran-Krise

Keystone-SDA
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Bern,

Griechenland und Zypern spüren vor Ferienbeginn die Folgen des Krieges im Nahen Osten. Steigende Kosten und unsichere Entwicklung bereiten den Hotels Sorgen.

Zypern startet ein Hilfspaket, Griechenland setzt auf Erfahrung: Wie die beiden Länder versuchen, die Folgen des Iran-Kriegs für Urlauber und Beschäftigte abzufedern. (Symbolbild)
Zypern startet ein Hilfspaket, Griechenland setzt auf Erfahrung: Wie die beiden Länder versuchen, die Folgen des Iran-Kriegs für Urlauber und Beschäftigte abzufedern. (Symbolbild) - Keystone/EPA/KATIA CHRISTODOULOU

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Feriendestinationen Zypern und Griechenland zittern wegen des Iran-Krieges.
  • Viele Feriengäste zögern, es wird weniger reserviert.
  • Auch der Wegfall wichtiger Quellmärkte ist problematisch.

Der Iran-Krieg hat direkte Folgen für die Feriendestinationen Griechenland und Zypern.

Auf Zypern hingegen wirkt sich die Nähe zur Krisenregion stärker aus – und die Branche empfindet die Folgen des Krieges intensiver.

In Athen beobachten Branchenvertreter eine spürbare Verlangsamung bei den Reservierungen.

Feriengäste warten ab – und zögern

Viele Feriengäste zögern und warten ab, wie sich die wirtschaftliche Lage weiterentwickelt, sagen Reiseagenturen und Hoteliers. Griechenlands Tourismusministerin Olga Kefalogianni sprach im Rundfunk von der psychologischen Belastung durch den Krieg.

Zugleich verwies sie auf die Erfahrung der Branche im Umgang mit Krisen. Mögliche Chancen sieht sie in einer Verschiebung der Reiseströme: Touristen könnten sich in der aktuellen Lage auf als sicher geltende Ziele konzentrieren. Darunter auch Griechenland, das weit von der eigentlichen Krisenregion entfernt liegt.

Reisende
Der Nahost-Krieg lässt Reisende zögern. - keystone

Stärker im Fokus der Entwicklungen steht die EU-Inselrepublik Zypern. Die Regierung in Nikosia legte ein Paket in Höhe von 200 Millionen Euro auf, um die wirtschaftlichen Folgen der Nahost-Krise abzufedern.

Im April sollen 30 Prozent der Löhne von Beschäftigten in Hotels und Unterkünften übernommen werden, die dann in die Saison starten. Hintergrund ist, dass manche Betriebe ihre Öffnung wegen nachlassender Buchungen zu verschieben planen.

Zusätzlich plant die Regierung Hilfen für Fluggesellschaften, um die Anbindung an wichtige Herkunftsmärkte zu sichern.

Wegfall von Quellmärkten ist problematisch

Der zyprische Tourismusminister Kostas Koumis betont, dass besonders der Wegfall wichtiger Quellmärkte wie Israel und mehrerer arabischer Staaten problematisch sei.

Auch die zunehmende Zurückhaltung europäischer Urlauber und steigende Flugpreise belasteten die Nachfrage. Nach den Briten zählen Touristen aus Israel zu den zweitgrössten Besuchergruppen auf Zypern.

Hast du in den kommenden Wochen eine Flugreise geplant?

Für zusätzliche Unsicherheit sorgte Anfang März eine Drohne iranischer Bauart, die den britischen Luftwaffenstützpunkt RAF Akrotiri nahe Limassol traf und leichten Schaden anrichtete. Beobachter sehen in solchen Vorfällen eine Belastung des Images der Insel.

Geografisch liegt Zypern nur 150 bis 250 Kilometer von Israel und dem Libanon entfernt. Damit ist die Insel der EU-Staat, der der Krisenregion am nächsten liegt. Eine Nähe, die die Tourismusbranche besonders sensibel für politische Entwicklungen macht.

Kommentare

User #5412 (nicht angemeldet)

Anscheinend ist hier die definition von Touri unterschiedlich---LOL LOL

User #2143 (nicht angemeldet)

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