Die Swisscom gerät ins Visier der Wettbewerbskommission (Weko). Der Telekommunikationskonzern soll Konkurrenten beim Ausbau des Glasfasernetzes benachteiligen.
Jung von Matt
Das Logo der Swisscom. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Wettbewerbskommission Weko ermittelt gegen die Swisscom.
  • Der Vorwurf: Die Swisscom habe beim Bau des Glasfasernetzes Konkurrenten ausgeschlossen.

Die Swisscom gerät erneut ins Visier der eidgenössischen Wettbewerbskommission (Weko). Diese hat eine Untersuchung zum Glasfaserausbau eröffnet und vorsorgliche Massnahmen verfügt. Das teilte die Swisscom am Donnerstag mit.

Die Swisscom will das Glasfasernetz weiter ausbauen und über 1,5 Millionen zusätzliche Haushalte und Geschäfte mit Glasfaser erschliessen. Dabei sollen sie in ihren Gebieten die Bauweise des Netzes so ändern, dass Wettbewerber keinen direkten Zugang mehr dazu erhalten. Das teilt die Weko in einer Medienmitteilung mit.

Swisscom wehrt sich gegen Vorwürfe der Weko

«Gestützt auf die derzeit verfügbaren Informationen erscheint es als glaubhaft, dass Swisscom mit diesem Verhalten eine marktbeherrschende Stellung missbraucht.» Deshalb wurden nun vorsorgliche Massnahmen beschlossen: Die Weko verbietet der Swisscom, Wettbewerbern beim Ausbau des Glasfasernetzes den Zugang zu durchgehenden Leitungen zu verweigern.

Die Swisscom wehrt sich gegen die Vorwürfe der Weko und werde gegen die vorsorglichen Massnahmen Beschwerde einreichen. Man könne die Vorwürfe der Weko nicht nachvollziehen, schrieb der "blaue Riese" weiter. Die Swisscom will bis Ende 2025 die Zahl der Glasfaseranschlüsse bis in die Haushalte und Geschäfte auf 3 Millionen verdoppeln.

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