Abstimmung

Kantonale Abstimmung über Bauprojekt Kunstmuseum Bern im Juni

Keystone-SDA Regional
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Bern,

Die Bevölkerung des Kantons Bern wird am 14. Juni über das Sanierungs- und Erweiterungsprojekt am Kunstmuseum Bern abstimmen. Das Referendum gegen den Kantonsbeitrag ist zustande gekommen.

Das Kunstmuseum Bern (linke Strassenseite) soll saniert und erweitert werden. Das Projekt stösst in bürgerlichen Kreisen nicht überall auf Gegenliebe. (Archivbild)
Das Kunstmuseum Bern (linke Strassenseite) soll saniert und erweitert werden. Das Projekt stösst in bürgerlichen Kreisen nicht überall auf Gegenliebe. (Archivbild) - KEYSTONE/ANTHONY ANEX

Hinter dem Referendum steht ein von der SVP, der EDU und der GLP getragenes Komitee. Dieses reichte bei der Staatskanzlei 14'318 gültige Unterschriften ein, wie die Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte.

Dieses ist nach eigenen Angaben nicht gegen gegen eine Sanierung des Kunstmuseums, sondern gegen das geplante Projekt Eiger. Dieses gehe deutlich über den Sanierungsbedarf hinaus und sei ein Luxus, den sich der Kanton nicht leisten dürfe.

Das Komitee verweist unter anderem auf nötige Schulhaussanierungen. Dazu komme, dass der Kanton jüngst in verschiedenen Regionen bei den Spitälern schmerzhafte Abstriche gemacht habe.

Befürworter betonen demgegenüber, dass ein Ja zur Vorlage den Kanton Bern kulturell, wirtschaftlich und gesellschaftlich stärke. Die private Beteiligung von über 50 Millionen Franken sei herausragend und dürfe nicht einfach verspielt werden. «Wer jetzt blockiert, gefährdet eine Kulturinstitution von nationaler Bedeutung und ein Stück Berner Identität», hielt das Pro-Komitee im Januar fest. Es bezeichnet das Referendum als «Zwängerei».

Das Siegerprojekt Eiger beinhaltet die Sanierung des historischen Stettlerbaus und die Erstellung eines Ersatzneubaus für den Atelier-5-Bau. Dazu kommt die Sanierung des Gebäudes an der Hodlerstrasse 6.

Der bernische Grosse Rat hatte im September 2025 für die Projektierung des Vorhabens 15,7 Millionen Franken klar mit 91 zu 44 Stimmen bei 16 Enthaltungen genehmigt.

Von den Gesamtkosten von 147 Millionen Franken – inklusive Teuerung – übernehmen Private, Stiftungen, die Wirtschaft und der Lotteriefonds 40 Prozent. In diesen Geldern enthalten sind unter anderem auch 30 Millionen Franken von Mäzen Hansjörg Wyss und fünf Millionen Franken der Bernburger. Für die ordentlichen Staatsmittel von 81 Millionen Franken gibt es ein Kostendach.

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