Swisscom zieht nach den ersten neun Monaten des Jahres 2021 eine positive Bilanz. Das Unternehmen steigerte den Umsatz um 1,7 Prozent.
Die Swisscom hat von Januar bis September 2021 gut gewirtschaftet. Der Gewinn wurde zudem von Sonderfaktoren angetrieben. Im Bild: Der langjährige CEO Urs Schaeppi. (Archivbild)
Die Swisscom hat von Januar bis September 2021 gut gewirtschaftet. Der Gewinn wurde zudem von Sonderfaktoren angetrieben. Im Bild: Der langjährige CEO Urs Schaeppi. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/ENNIO LEANZA

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Swisscom setzte in den ersten neun Monaten mehr um.
  • Der Umsatz stieg um 1,7 Prozent auf 8,34 Milliarden Franken.
  • Besonders in Italien konnte das Unternehmen stark zulegen.

Die Swisscom hat in den ersten neun Monaten mehr umgesetzt und verdient. Sonderfaktoren trieben den Gewinn unter dem Strich nach oben. Insgesamt stieg der Umsatz um 1,7 Prozent auf 8,34 Milliarden Franken, wie der grösste Schweizer Telekomkonzern am Donnerstag bekannt gab.

Im Schweizer Kerngeschäft stieg der Umsatz leicht um 0,3 Prozent auf 6,15 Milliarden. In Italien konnte der Konzern zulegen: Der Umsatz der Breitbandtochter Fastweb kletterte um 4,8 Prozent.

Gewinnsprung von 32 Prozent

Der Gewinn profitierte von einer Reihe von einmaligen Effekten. Dies trieb den Swisscom-Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen EBITDA um 3,2 Prozent auf 3,47 Milliarden Franken nach oben. Unter dem Strich machte die Swisscom einen Gewinnsprung auf 1,54 Milliarden Franken. Das sind 32 Prozent mehr als in den ersten neun Monaten von 2020.

Hauptgrund ist eine Beteiligung, welche die italienische Breitbandtochter Fastweb im Rahmen der strategischen Partnerschaft mit Telecom Italia als Kapitaleinlage in das neu gegründete Glasfasernetz-Unternehmen FiberCop übertrug.

Auf der anderen Seite legt die Swisscom zusätzliches Geld in Höhe von 52 Millionen Franken für Rechtsstreitigkeiten zurück. Die Swisscom hat vor der Eidgenössischen Wettbewerbskommission und dem Bundesverwaltungsgericht Niederlagen im Streit um die Struktur beim Bau der Glasfasernetze erlitten.

Swisscom passt Ziele an

Mit den Zahlen hat die Swisscom die Markterwartungen beim Umsatz leicht verfehlt, beim Gewinn indes übertroffen.

Nun passt die Swisscom erneut die Ziele an. So erwartet der Konzern einen Umsatz von rund 11,2 Milliarden Franken, nachdem er bisher von rund 11,3 Milliarden Franken ausgegangen war. Gleichzeitig wird das Investitionsziel leicht erhöht auf 2,3 Milliarden Franken. Bislang wollte der Konzern 2,2 bis 2,3 Milliarden Franken investieren.

Die übrigen Zielvorgaben bleiben unverändert: So erwartet der Konzern einen EBITDA von 4,4 bis 4,5 Milliarden Franken. Die Dividende bleibt bei 22 Franken, wenn die Ziele erreicht werden.

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