Der Zusammenschluss von Sunrise und UPC trägt Früchte bei den Angeboten: Sunrise lanciert neue Bündelabos und startet ein neues Sunrise-TV mit mehr Funktionen.
Nach dem Zusammenschluss von Sunrise und UPC will der vereinte Telekomkonzern künftig eine einheitliche Hauptmarke haben. Dies sagte Sunrise UPC-Chef André Krause in einem Interview. (Archivbild)
Nach dem Zusammenschluss von Sunrise und UPC will der vereinte Telekomkonzern künftig eine einheitliche Hauptmarke haben. Dies sagte Sunrise UPC-Chef André Krause in einem Interview. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/ALEXANDRA WEY

Das Wichtigste in Kürze

  • Sunrise und UPC schlossen sich zusammen – und sind erfolgreich.
  • So lanciert Sunrise neue Bündelabos und startet ein Sunrise-TV.

Der Zusammenschluss von Sunrise und UPC trägt Früchte bei den Angeboten: Sunrise lanciert neue Bündelabos und startet ein neues Sunrise-TV mit mehr Funktionen, das auf der Basis von UPC-TV läuft. Es handelt sich allerdings noch nicht um die Zusammenlegung der Kundenbestände von Sunrise und UPC.

Diese erfolge später, erklärte Sunrise-UPC-Chef André Krause am Donnerstag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP: «Wir haben gesagt, dass wir die beiden Marken irgendwann verschmelzen werden.» Mit der jetzigen Ergänzung des Sunrise-Produkteportfolios schaffe man die Voraussetzung für die Zusammenlegung der beiden Kundenbestände, vollziehe sie aber noch nicht.

«Wann das kommt, wissen wir noch nicht», sagte Krause. Mit starken Produkten wolle man die Kunden überzeugen, freiwillig zu wechseln. Es werde zur Zeit keine Zwangsmigration geben.

Konkret lanciert Sunrise ab dem 11. Oktober neue Bündelangebote für Internet, TV und Telefonie unter dem Namen Sunrise We. «Wer beispielsweise neu auf We Home oder eine We Combo wechselt, erhält automatisch immer den besten vor Ort verfügbaren Breitbandanschluss für das jeweilige Angebot», schrieb der zweitgrösste Telekomkonzern der Schweiz in einem Communiqué.

Das heisse, dass Haushalte mit Glasfaseranschluss mit bis zu 10 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) surfen könnten. Kunden im Kabelnetz erhielten Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s, erklärte Krause. Kunden ausserhalb von Glasfaser- und Kabelnetzen bekämen das Internet entweder über die Mobilfunktechnik 5G nach Hause oder über die traditionellen Kupferleitungen. Für Sunrise-Mobilfunkkunden gibt es Rabatt.

Die grössten Neuerungen gibt es aber beim Fernsehen. Das neue Sunrise-TV verwende die TV-Plattform von UPC, die eine der modernsten Lösungen in der Schweiz sei, hiess es. So biete es einen personalisierten Zugang. Jede Person im Haushalt könne über ein eigenes Benutzerprofil mit einem Knopfdruck auf ihre persönlichen Lieblingssendungen und Empfehlungen zugreifen.

Zudem seien Streaming-Apps wie beispielsweise Netflix, Amazon Prime Video oder Sky Sport bereits in die Box integriert. Die TV-Box lasse sich auch über Sprachbefehle steuern. Und mit der Sunrise UPC TV-App könne man angefangene Sendungen auch auf einem anderen Gerät wie beispielsweise Laptop, Tablet oder Handy weiterschauen.

Die Benutzerführung und die Möglichkeiten der neuen Sunrise-TV-Box seien besser als bei der bisherigen, die in die Jahre gekommen sei, sagte Sunrise-UPC-Chef Krause. Die bisherigen TV-Kunden von Sunrise könnten auf die neue Box wechseln, sie würden aber nicht gezwungen. «Die alte Box wird erstmal weiterbetrieben, aber wahrscheinlich nicht in alle Ewigkeit», sagte Krause.

Für die Nutzer der App Sunrise-TV neo ändere sich nichts. Es gebe jetzt keine neue TV-App. Das passiere zu einem späteren Zeitpunkt, sagte Krause: «Kein Kunde muss jetzt Angst haben, dass er morgen kein TV mehr haben wird.»

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