Kaum noch Schiffe - Rekordtiefststand des Rheins bei Köln
Auf dem Rhein in Höhe der deutschen Grossstadt Köln fahren nach Angaben des Wasserstrassen- und Schifffahrtsamtes Rhein wegen des historischen Niedrigwassers kaum noch Schiffe. «Die Schifffahrt wird sich von selbst einstellen», sagte der Aussenbezirksleiter Markus Neumann der Nachrichtenagentur DPA.

Schiffe dürften zwar immer noch fahren. Es lohne sich aber so gut wie für gar keinen mehr, dies auch zu tun.
Es sei extrem auffällig, wie lang die Pausen zwischen den Schiffen auf dem sonst vielbefahrenen Strom am Donnerstagmorgen gewesen seien, sagte Neumann. Ein DPA-Reporter berichtete, dass es kaum noch Schiffsverkehr gebe. Laut Neumann ist an den Eichmarken der Schiffe aussen zu erkennen, dass fast alle der wenigen noch fahrenden Schiffe bei Köln leer seien.
Aktuell werde jeden Tag ein neuer historischer Tiefpunkt des Wasserstandes am Pegel Köln gemessen. Am Donnerstagmittag ist ein Pegelstand von 49 Zentimeter gemessen worden. Nach der weiteren Abschätzung des Amtes könnte der Pegelstand in Köln an diesem Sonntag 47 Zentimeter erreichen.
Das wären 22 Zentimeter weniger als der alte historische Tiefststand vom 23. Oktober 2018 vor der starken Trockenheit in diesem Sommer. «Der Tiefstpunkt ist nicht nur ein bisschen unterboten, sondern es hat einen ganz richtigen Sprung nach unten gemacht», betont der Aussenbezirksleiter den Unterschied. Aktuell sind es schon 20 Zentimeter weniger als die 69 Zentimeter von damals.
Die Fahrrinne ist zwar wesentlich tiefer als der Pegelstand am Ufer. In Köln etwa seien es 1,11 Meter mehr. Das wären bei einem Pegelstand von 47 Zentimeter insgesamt 1,58 Meter in der Fahrrinne. Neumann verweist aber darauf, dass die Schiffe mindestens 20 Zentimeter Wasser unter dem Kiel haben sollten, damit sich durch Wasserbewegungen anderer Schiffe nicht aufsetzen. «1,38 Meter – das haben die meisten Schiffe schon, wenn sie leer sind», schildert Neumann.










