Ein gut laufendes Elektronikgeschäft hat bei Sony Rückgänge in der Spielesparte ausgeglichen. Von Juli bis September kletterte das Betriebsergebnis leicht um ein Prozent auf 318,5 Milliarden Yen (umgerechnet 2,42 Milliarden Euro), wie der japanische Konzern am Donnerstag mitteilte.
Sony Xperia 5 II
Das Logo von Sony ziert eine Messehalle. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Analysten hatten im Schnitt mit einem deutlichen Minus gerechnet.

Denn die neue PlayStation 5 (PS5) drückt auf die Marge. Da es trotzdem rund lief, hob Sony die Erwartungen an den Betriebsgewinn im Geschäftsjahr zu Ende März um sechs Prozent auf knapp 7,6 Milliarden Euro an.

Seit dem Marktstart der PS5 im November vergangenen Jahres hat Sony 13,4 Millionen Konsolen verkauft - allerdings mit rund 500 Dollar zu einem Preis, der die Kosten dem Unternehmen zufolge nicht deckt. Das machen andere Spielekonsolenanbieter wie Nintendo oder Microsoft ähnlich, weil sie darauf setzen, über die Zeit mit Spieleverkäufen die Verluste mehr als wettzumachen.

Sony hat sich über die Jahre zu einem Konglomerat entwickelt - mit Standbeinen in der Spielebranche, dem Elektronikgeschäft mit Kameras und Co wie auch in der Kino- und Musikindustrie. In Letzterem mussten die Japaner jüngst einen heftigen Rückschlag hinnehmen. Die weltweit erfolgreiche Band BTS aus Südkorea gab vergangene Woche bekannt, zum Konkurrenten Universal Music zu wechseln.

Auch Sony spürt die Engpässe bei Halbleiterlieferungen - vor allem bei der PS5 - und erwägt auch deswegen, dem Chipkonzern TSMC beim Bau einer Fabrik in Japan zur Seite zu stehen.

Mehr zum Thema:

Playstation Microsoft Universal Nintendo Dollar Kino Euro Sony