15 Jahre nach Fukushima verliert das Gedenken an Kraft
15 Jahre nach Fukushima gerät das Gedenken in Japan zunehmend in den Hintergrund, während die Debatte um Kernenergie und Energiesicherheit an Bedeutung gewinnt.

Mit stillen Gedenkzeremonien ehrte Japan am 11. März 2026 die Opfer des Erdbebens, Tsunamis und Nuklearunfalls. Viele Menschen hielten um 14:46 Uhr eine Schweigeminute, dem Zeitpunkt des Bebens vor 15 Jahren, wie «AP News» berichtet.
Offizielle Zahlen zeigen, dass rund 20'000 Menschen durch Beben und Tsunami starben, weite Gebiete im Nordosten Japans wurden zerstört. Dies führte laut «Euronews» gleichzeitig zur schwersten Atomkatastrophe seit Tschernobyl, was die nationale Sicherheit und Infrastruktur massiv belastete.
Viele Evakuierte kehrten dauerhaft nicht zurück, nur ein Teil der früheren Einwohner lebt wieder in der Region. Rund 26'000 Menschen sind weiterhin von ihrer Heimat getrennt, teils wegen anhaltender Strahlenbesorgnis, wie «CNA» berichtet.
Wiederaufbau und Zukunft
Nach dem Unfall starteten umfangreiche Sanierungs- und Umzugsprogramme, doch die Entfernung geschmolzenen Brennstoffs dauert Jahrzehnte.
Tokyo Electric Power Company will den Rückbau der Fukushima Daiichi-Anlage weiterhin bis 2051 abschliessen. TEPCO plant ausserdem, kontaminierte Strukturen im Rahmen des Rückbaus zu entfernen, wie die «Jiji Press» berichtet.
Die Erinnerung an die Katastrophe schwindet in der öffentlichen Wahrnehmung, während die Regierung teilweise Atomkraftwerke wieder in Betrieb nimmt.
Fukushima 15 Jahre später
Laut «Reuters» sehen politische Entscheidungsträger Kernenergie weiterhin als Lösung für Energiesicherheit und Versorgung, was bei jungen Generationen Zustimmung findet.
In manchen Orten bleibt die Vergangenheit physisch sichtbar durch verlassene Strassen, leerstehende Häuser und wenige zurückgekehrte Einwohner. Diese geisterhaften Szenen dokumentieren die langwierige Erholung und die vergessene Erinnerung an den Alltag vor 2011.

Der Gedenktag am 11. März diente in ganz Japan als Mahnmal. Laut «Reuters» rückt die Erinnerung an Fukushima aber zugunsten der Debatte um Energiesicherheit und Kernkraft zunehmend in den Hintergrund.
















