Vier von fünf Konsumenten in der Schweiz wollen gemäss Umfragen von den Sonderangeboten am Black Friday profitieren. Von Solidar Suisse kommt nun Kritik an der «Konsumorgie». Das Hilfswerk hat eine Petition lanciert, um die Detailhändler aufzufordern, den Black Friday zu stoppen.
Black Friday
Der Black Friday steht immer wieder in der Kritik – hier von der Schweiz Nonprofit-Organisation «Solidar Suisse». - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Stand Dienstagmorgen haben rund 15'000 Schweizerinnen und Schweizer unterschrieben.

Um die Zahl weiter zu steigern, ging das Hilfswerk am Montag an der Zürcher Bahnhofstrasse auf Unterschriftensammelaktion. Dabei habe TV-Satiriker Dominic Deville dem Stand einen Besuch abgestattet, teilte Solidar Suisse am Dienstag mit.

Ziel sei es nun, noch mindestens 20'000 Unterschriften zu erreichen. Denn Rabattschlachten wie der Black Friday förderten einen «unverhältnismässigen und unüberlegten Konsum, der zu mehr CO2-Ausstoss führt und somit die Umwelt und das Klima stark belastet», so Solidar Suisse.

Zudem verstärkten sie die weltweite Ungleichheit. Wegen der Tiefstpreise müssten Menschen in armen Weltregionen auf faire Löhne verzichten. «90 Prozent unserer Kleider werden in China, Bangladesch und Indien unter ausbeuterischen Bedingungen hergestellt», lautet die Kritik.

Unterstützt wird die Petition von politischer Seite her von einigen Aushängeschildern linker Parteien. So unterstützen die SP-Nationalrätinnen und Nationalräte Tamara Funiciello, Fabian Molina sowie Mattea Meyer und Cédric Wermuth die Kampagne. Von grüner Seite her befürworte Balthasar Glättli die Petition.

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