Schweizer Wirtschaft wächst im vierten Quartal wieder leicht

Keystone-SDA
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Bern,

Die Schweizer Wirtschaft hat sich im Schlussquartal 2025 etwas von den Folgen des US-Zollhammers erholt.

Hafen Basel
Container werden am Contargo Container-Terminal, dem grössten Container-Kran der Schweiz, im Hafenbecken 2 am Port of Switzerland – Schweizerische Rheinhäfen umgeschlagen, fotografiert am 10. Juli 2020 am Hafen in Basel-Kleinhüningen. (Symbolbild) - Keystone

Dies zeigt sich am Bruttoinlandprodukt (BIP), das im vierten Quartal auf bereinigter Basis zum Vorquartal real um 0,2 Prozent gestiegen ist. Dabei wies der Dienstleistungssektor ein verhaltenes Wachstum aus, der Industriesektor stagnierte, wie aus der am Montag publizierten Erstschätzung des Staatssekretariates für Wirtschaft (Seco) hervorgeht. Die Zahl liegt im Rahmen der Experten-Schätzungen, die gemäss AWP-Umfrage in einer Bandbreite +0,1 Prozent bis +0,4 Prozent waren.

Im dritten Quartal war die hiesige Wirtschaft wegen Zoll-Hammers von Donald Trump deutlich ins Minus gerutscht. Das BIP war um 0,5 Prozent rückläufig und damit deutlich schlechter ausgefallen als damals erwartet. Nun hat sich die Wirtschaft zumindest leicht erholt.

Für das Gesamtjahr 2025 ergibt sich laut der ersten Seco-Schnellschätzung ein reales BIP-Wachstum von 1,4 Prozent nach 1,2 Prozent im Jahr davor. Dies liegt deutlich unter dem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum der Schweiz, das laut Seco ab 1981 bei 1,8 Prozent lag.

Das herausfordernde internationale Umfeld habe die exportorientierte Industrie im letzten Jahr gebremst, während der Dienstleistungssektor im historischen Vergleich überdurchschnittlich zulegte, so das Seco.

Die aktuellen Daten basieren auf einer Schnellschätzung des Seco nach 45 Tagen. Noch unvollständig verfügbare Grunddaten werden dabei mit prognostizierten Werten ergänzt. Die später verfügbaren vollständigen und aktualisierten Daten könnten das Ergebnis entsprechend noch etwas verändern. Die detaillierte erste Schätzung wird dann am 27. Februar publiziert.

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Kommentare

User #3644 (nicht angemeldet)

Blödsinn. Die Wertschöpfung sinkt, die Staatsquote wächst. Danke linksgrün.

User #3661 (nicht angemeldet)

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