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    Schweizer Technologie: Tunnel aus dem 3D-Drucker

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    Zürich,

    Eine Zürcher Mikrotunnelbohrmaschine soll Leitungen unterirdisch verlegen und dabei die Tunnelwand direkt per 3D-Druck stabilisieren.

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    Studierende des Swissloop-Tunneling-Projekts bereiten die Bohrmaschine auf ihren Einsatz vor. - ht

    Das Wichtigste in Kürze

    • Swissloop Tunneling hat den Demonstrator einer Mikrotunnelbohrmaschine vorgestellt.
    • Die Maschine gräbt Tunnel und stabilisiert die Tunnelwände per 3D-Druck mit Kunststoff.
    • Das Startup Under Industries will die Bohrmaschine zur Marktreife bringen.

    Strassen aufreissen, Gräben ausheben, Leitungen verlegen: So werden Stromkabel, Wasserleitungen oder Glasfasernetze heute meist gebaut. Ein Zürcher Team arbeitet nun an einer Alternative, die solche Baustellen deutlich reduzieren könnte.

    Der studentische Verein Swissloop Tunneling hat in der vergangenen Woche am Innovation Park Zürich in Dübendorf einen Demonstrator seiner Mikrotunnelbohrmaschine vorgestellt. Die Maschine soll künftig Leitungen unterirdisch verlegen können, ohne dass entlang der gesamten Strecke Gräben ausgehoben werden müssen.

    Bei der Vorführung grub sich die Maschine durch einen aufgeschütteten Erdwall. Langfristig soll sie von einem Container aus gestartet werden, sich selbstständig durch den Untergrund bewegen und nach Abschluss der Arbeiten wieder an die Oberfläche gelangen.

    Tunnel wird gleichzeitig stabilisiert

    Nach Angaben der Entwickler liegt die Besonderheit der Technologie darin, dass die Maschine nicht nur bohrt. Während des Vortriebs trägt ein integriertes 3D-Drucksystem eine Kunststoffschicht auf die Tunnelwand auf. Diese stabilisiert den Hohlraum, bevor später Strom-, Wasser-, Gas- oder Datenleitungen eingezogen werden.

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    Die Maschine soll Tunnel für Leitungen bohren können, ohne dass Gräben ausgehoben werden müssen. - Under Industries

    Der aktuelle Demonstrator schafft rund 3,5 Meter Tunnel pro Stunde. Künftig soll die Maschine weitgehend autonom arbeiten und Hindernisse im Untergrund selbst erkennen können.

    Aus Studentenprojekt wird Startup

    Swissloop Tunneling wurde 2021 von Studierenden der ETH Zürich und der Universität St. Gallen gegründet. Aus dem Projekt ist inzwischen das Startup Under Industries hervorgegangen, das die Technologie zur Marktreife bringen will.

    «Die Bauindustrie ist einer der grössten Industrien der Welt. Aber dafür ist sie auch einer der trägsten Industrien», sagte Mitgründer und CEO Eugenio Valli am Demo Day. Ziel sei es, mit mehr Automatisierung und neuen Technologien Bauprozesse effizienter zu machen.

    Kommentare

    User #5036 (nicht angemeldet)

    Oje, das wird in der Schweiz nie eine Chance haben, da müssen Strassen mindestens für 3 Jahre gesperrt werden um Leitungen zu ersetzen. Wo käme man da hin wenn man den Autoverkehr nicht mehtür blockieren kann.

    User #4293 (nicht angemeldet)

    Rentiert das überhaupt? Braucht doch bestimmt jede Menge Strom. Hehehe. LOL.

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