Schweizer Löhne stiegen 2025 so stark wie seit Jahren nicht mehr
Die Löhne sind 2025 im Schnitt um 1,8 Prozent gestiegen und die Inflation blieb tief. Damit verbuchen die Beschäftigten den stärksten Reallohnschub seit Jahren.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Löhne in der Schweiz stiegen 2025 nominal im Schnitt um 1,8 Prozent.
- Trotz Teuerung von 0,2 Prozent resultierte real ein Plus von 1,6 Prozent.
- Das ist laut BFS der stärkste Reallohnanstieg seit dem Jahr 2009.
Die Löhne in der Schweiz sind im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. Es resultierte der stärkste Reallohnanstieg seit vielen Jahren.
Im Jahr 2025 sind die Nominallöhne laut den Berechnungen des Bundesamts für Statistik (BFS) durchschnittlich um 1,8 Prozent gestiegen, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst.
In der letzten Schätzung von Ende 2025 war noch von einem Anstieg um 2,0 Prozent die Rede gewesen. Das BFS schätzt die Nominallohnentwicklung quartalsweise.
Die tiefe Inflation lässt die Reallöhne zulegen
Zwar wurde ein Teil der Lohnzuwächse durch die Inflation wieder aufgefressen. Unter Einbezug einer durchschnittlichen Jahresteuerung von 0,2 Prozent stiegen die Reallöhne im Durchschnitt aber immer noch um 1,6 Prozent, hält das BFS fest.
Im Jahr 2024 waren die Löhne gemäss BFS real nur um 0,7 Prozent gestiegen. In den drei Jahren davor hatte jeweils eine Reallohneinbusse resultiert.

Der aktuelle Reallohnanstieg ist laut dem BFS der deutlichste seit 2009 (+2,6%). Eine vergleichbare Zunahme sei einzig 2015 und 2020 mit +1,5 Prozent beobachtet worden.
Zur Erklärung: Der Nominallohn ist der reine Geldbetrag, den man für die geleistete Arbeit erhält. Der Reallohn hingegen ist der um die Inflation bereinigte Lohn. Er gibt somit die tatsächliche Kaufkraft an.
Wenn der Lohn um fünf Prozent ansteigt (Nominallohnsteigerung) und die Preise gleichzeitig um 2 Prozent, dann ist der Reallohn um 3 Prozent gestiegen.










