SBB

    SBB: Züge drohen trotz eigener Kraftwerke im Winter steckenzubleiben

    Laura Del Favero
    Laura Del Favero

    Bern,

    Den Grossteil ihres Stroms produziert die SBB selber. Trotzdem drohen im Winter bei Stromausfällen einige Züge steckenzubleiben.

    SBB
    Auf Anfrage klärt die SBB auf: Man habe in diesem Fall «versehentlich die falsche Ansage gewählt». (Symbolbild) - Nau.ch / Ueli Hiltpold

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die SBB blickt dank eigenen Kraftwerken zuversichtlich in den unsicheren Energiewinter.
    • Gewisse SBB-Züge könnten jedoch trotzdem stehenbleiben, wenn der Haushaltsstrom ausfällt,

    Im Falle, dass die Gas - und Strommangellage tatsächlich eintritt, könnten hierzulande bereits in wenigen Monaten die Lichter ausgehen. Die Welt, Europa und damit auch die Schweiz stehen somit vor dunklen Zeiten.

    SBB CEO
    Vincent Ducrot, CEO der SBB. - keystone

    Davon betroffen wäre auch der öffentliche Verkehr. Die SBB hat sich deshalb dazu entschieden, in Bürogebäuden die Beleuchtung, Klimatisierung bzw. Beheizung zu reduzieren und das Warmwasser abzustellen. Weiter werden keine Logos mehr beleuchtet und die grosse Uhr am Hauptsitz im Wankdorf wird ausgeschaltet.

    Was jedoch den Schienenverkehr betrifft, so meint SBB-Geschäftsführer Vincent Ducrot gut vorbereitet zu sein. Denn: «Wir produzieren einen Grossteil der von uns benötigten Elektrizität selber», so der 60-Jährige im Westschweizer Fernsehen RTS. Allein mit den Reserven könne mindestens drei Viertel des aktuellen Verkehrsangebots sichergestellt werden.

    Sparen Sie auch schon Strom?

    SBB: Weichen, Kommunikation und IT laufen teils über Haushaltsstrom

    Was Ducrot hier anspricht, ist der sogenannte Bahnstrom. Er wird zum Antrieb der Lokomotiven benötigt und damit auch von der SBB selbst produziert. Dafür besitzt die Bundesbahn eigene Kraft- und Umformungswerke, die pro Jahr rund 2000 Gigawattstunden Strom produzieren.

    Bahnhof Zürich
    Gleisfeld mit Signalen, Fahrleitungen, Weichen und ein Personenzug der SBB Hauptbahnhof Zürich. - Keystone

    Das Problem: Trotz eigener Energiereserven dürften viele Züge in einer Mangellage stecken bleiben. Viele wichtige Koordinationsstellen wie Weichen, Telekommunikationsanlagen oder IT-Systeme laufen nämlich über den normalen Strom. «In diesen Bereichen sind wir komplett von den lokalen Energieversorgern abhängig», räumt Ducrot ein.

    Die SBB bereite sich deshalb auf «diverse Szenarien» vor. Weiter ins Detail will Ducrot im Gespräch mit dem Westschweizer Fernsehen RTS aber nicht gehen. Kein Wunder: Schliesslich hat die SBB bereits für morgen Donnerstag weitere Information zum Vorgehen in einer Strommangellage angekündigt.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    sbb
    100 Mio. Franken
    Schweizerische Bundesbahnen SBB ducrot
    6 Interaktionen
    «Beste Offerte»
    Kraftwerk Amsteg
    Amsteg und Wassen

    MEHR SBB

    Kanton Basel-Landschaft
    1 Interaktionen
    Kanton Basel-Landschaft
    2 Interaktionen
    Für 340 Millionen
    sbb
    182 Interaktionen
    «Nicht einsteigen»
    Bahnhof
    151 Interaktionen
    SBB schliesst WCs

    MEHR AUS STADT BERN

    Andrea Zryd Frauen-Eishockey-WM
    23 Interaktionen
    Wie bei WEURO
    asd
    2 Interaktionen
    Tourismus
    Mathias Zopfi Reto Nause
    65 Interaktionen
    «Politmarketing»
    SC Bern
    3 Interaktionen
    Verletzt