Ein russisches Labor-Modul hat am Donnerstag erfolgreich an die ISS angedockt. «Nauka» soll zur Forschung und Lagerung von Ausrüstung dienen.
«Naukas» Reise dauerte acht Tage
«Naukas» Reise dauerte acht Tage - NASA TV/AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Russland hat mit einer Proton-Rakete ein neues Modul zur ISS gebracht und angedockt.
  • «Nauka» muss nun in mehreren Weltraumspaziergängen vollständig integriert werden.
  • Es dient vor allem zur Lagerung von Ausrüstung und zu Forschungszwecken.

Russlands neues Labor-Modul «Nauka» hat am Donnerstag erfolgreich an der Internationalen Raumstation (ISS) angedockt. Es dient zur Forschung und Lagerung von Laborausrüstung.

«Es gibt Kontakt!!!», jubelte Dmitri Rogosin, der Leiter der russischen Weltraumbehörde Roskosmos auf Twitter. Es wird nun mehrere Monate und mehrere Weltraumspaziergänge erfordern, um das Modul vollständig in die Raumstation zu integrieren.

Das Modul «Nauka»
Das russische Modul «Nauka» hat an die ISS angedockt. - keystone

«Nauka» war in der vergangenen Woche vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan aus mit einer russischen Proton-Rakete gestartet. Das neue Modul wird das Leben der Menschen an Bord der ISS komfortabler machen. Für den russischen Teil der Raumstation schafft «Nauka» nämlich Platz für Wasser, Fracht und Sauerstoffgeräte zur Regeneration.

Rakete Kazachstan
Die Rakete, die «Nauka» zur ISS brachte. - keystone

An Bord der Rakete befindet sich zudem der Roboterarm ERA der Europäischen Weltraumorganisation. Dieser kann als erster Roboterarm auch den russischen Teil der ISS erreichen.

Das 20 Tonnen schwere Modul sollte bereits 2007 zu der Raumstation gebracht werden, der Start wurde aber immer wieder verschoben. «Nauka» ersetzt das «Pirs»-Modul, das 20 Jahre lang im Einsatz war. «Pirs» wurde Anfang dieser Woche von der ISS abgekoppelt und verglühte anschliessend in der Erdatmosphäre. Seine Überreste fielen in den Pazifischen Ozean.

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