Rheinmetall erhält Kaufempfehlung von Deutscher Bank
Die Deutsche Bank AG hat die Aktie von Rheinmetall mit «Buy» bewertet. Der Rüstungskonzern profitiert vom gesteigerten Verteidigungshaushalt der Bundesrepublik.

Die Deutsche Bank Research hat die Kaufempfehlung für Rheinmetall mit einem Kursziel von 1950 Euro bestätigt, so «dpa-AFX». Analysten führen die positive Einschätzung auf den geplanten Verteidigungshaushalt 2026 zurück, der höhere Ausgaben besonders für Munition und Fahrzeuge vorsieht.
Die künftigen staatlichen Auftragseingänge sollen Rheinmetall demnach entscheidend stärken, es sei mit wachsendem Umsatz bis Mitte 2026 zu rechnen. Gleichzeitig stieg die Rheinmetall-Aktie laut «Wallstreet Online» am Freitag mit einem Plus von knapp 3 Prozent auf 1692 Euro.
Diese Perspektiven bestätigen laut der «Börsen-Zeitung» eine Entwicklung, die sich bereits im Jahresverlauf abzeichnete. Unter anderem hebt auch die Deutsche Bank das deutliche Wachstumspotenzial durch den gestiegenen Verteidigungsetat hervor.
Verteidigungsetat stärkt Vertrauen in Rheinmetall
Die Aktie profitierte bereits vom starken Jahresauftakt und zeigt laut «finanzen.ch» einen Kurszuwachs von über 180 Prozent in diesem Jahr. Analysten verweisen auf die noch nicht endgültig beschlossenen Haushaltsvorschläge, betrachten diese aber als Indikator für signifikante Ertragssteigerungen.
Im Kontext der europäischen Sicherheitslage spielt der deutsche Rüstungskonzern eine zentrale Rolle in der Verteidigungsindustrie. Die Wachstumsdynamik wird von zahlreichen Finanzexperten als robust eingestuft.
Mit Blick auf die Zahlen dürfte die Veröffentlichung des Q2-Berichts im August zusätzlichen Aufschluss geben. Experten sehen darin die Bestätigung der Vorjahreserfolge und ein Signal für zukünftige Trends.
Umstrittener Bigplayer
Rheinmetall wurde 1889 gegründet und ist ein führender Rüstungs- und Automobilzulieferer mit Sitz in Düsseldorf. Das Unternehmen produziert Munition, militärische Fahrzeuge und elektronische Systeme.

Rheinmetall bedient nationale und internationale Märkte, darunter die deutsche Bundeswehr und Verbündete. Im Geschäftsjahr 2024 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von über 7 Milliarden Euro.
Öffentlich steht der Konzern immer wieder wegen der Lieferung von Rüstungsgütern in Krisenregionen in der Kritik. Menschenrechtler werfen Fragen zum Beitrag des Unternehmens zu bewaffneten Konflikten weltweit auf.