Heute Dienstag führen Schweizer Telekomanbieter auch beim Replay TV Zwangspausen ein. Wer diese vermeiden will, muss eine Extragebühr zahlen.
Replay TV
Wer sich weiterhin keine Werbeblöcke ansehen will, muss zahlen – und zwar bis zu 10 Franken! - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Fernsehanbieter führen heute Dienstag beim Replay-TV wieder eine Zwangspause ein.
  • Wer diese meiden will, muss eine Zusatzgebühr bis zu 10 Franken pro Monat zahlen.

Ab heute gilt's ernst: Wer Fernsehen ohne Werbung schauen will, muss zahlen. Swisscom beispielsweise verlangt ab sofort für das Überspringen von Reklameblöcken 6,90 Franken pro Monat, Sunrise 7,90 und die Sunrise-Billigmarke Yallo 7,95 Franken.

Salt
Erst führt Salt die Zusatzgebühr fürs Replay TV deutlich früher ein, dann erhöht es diese auch noch auf einen Rekordwert von fast zehn Franken. - Keystone

Salt führte bereits im Mai eine Zusatzgebühr von 3,95 Franken pro Monat ein. Kundinnen und Kunden, die aber auch auf deutschsprachigen Privatsendern die Werbung überspringen wollen, müssen neu noch 6 Franken zusätzlich zahlen – also total zehn Franken pro Monat!

Stört Sie die Werbung beim Fernsehen schauen?

Wem das zu teuer ist, dem setzen die Telekomanbieter ab heute fixe Werbeblöcke vor Augen. Vor dem Start jeder Replay-Sendung beispielsweise kommt erst eine 5- bis 7-sekündige Werbung. Wird die Pausetaste gedrückt, folgt ebenso eine statische Display-Werbung. Beim Überspringen eines längeren Werbeblocks werden sogar zwei bis drei fixe Spots von maximal 130 Sekunden eingespielt.

Öffentlich-rechtliche Sender von Änderung ausgenommen

Das gilt bei fast allen Sendern von RTL Deutschland (RTL, Vox, Nitro, RTLZWEI), der Seven.One Entertainment Group (ProSieben, SAT.1, Kabel Eins, ProSieben Maxx, SAT.1 Gold, Sixx, Puls 8) und von CH Media (TV24, TV25, S1, 3+, 4+, 5+, 6+, 7+/Nick Schweiz). Im Jahr 2023 folgen dann auch regionale Sender aus der Schweiz und dem Ausland.

Replay TV
Filme ohne Werbung? Dank Replay-TV möglich – zumindest für all diejenigen Personen, die künftig eine Zusatzgebühr zahlen. - Pixabay

Alles beim Alten bleibt bei den öffentlich-rechtlichen Programmen der SRG, ARD, ZDF und ORF. Allerdings liebäugelt auch die SRG mit der Zwangswerbung. «Hierzu laufen aktuell ergebnisoffene Gespräche», sagte SRG-Sprecher Edi Estermann vor wenigen Wochen.

Grund für die Umstellung sind die stetig sinkenden Werbeeinnahmen. Seit der Einführung des Replay-TVs gehen den Sendern viele und vor allem überlebenswichtige Einnahmen verloren, die jetzt mit den Zwangspausen oder eben den Zusatzgebühren wieder erhöht werden sollen.

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