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    Ölpreise: Brent-Rohöl weiter über 100 Dollar

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Nach dem sprunghaften Anstieg der Ölpreise infolge der Eskalation im Iran-Krieg liegt der Preis für Rohöl der Referenzsorte Brent weiter über der Marke von 100 US-Dollar. Zuletzt musste für Öl aus der Nordsee 100,33 Dollar je Barrel (159 Liter) gezahlt werden, etwas weniger als am Vortag.

    Öl Hormsu Iran Krieg
    Rohöl kostet wieder deutlich mehr. Zuletzt waren die Spannungen zwischen den USA und dem Iran wieder gestiegen. (Archivbild) - Keystone

    Die Lage hatte sich Anfang des Monats wieder verschärft, nachdem Irans Streitkräfte Handelsschiffe in der Strasse von Hormus beschossen hatten. Die USA schlugen inzwischen die 13. Nacht in Folge mit Angriffen zurück. Seither hat der Brent-Preis um mehr als 40 Prozent zugelegt, nachdem er wegen einer Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran zwischenzeitlich von seinem Jahreshoch von fast 130 Dollar bis auf rund 70 Dollar zurückgefallen war.

    Der jüngste Preissprung von rund 12 Dollar in der laufenden Woche wurde auch vom Eingreifen der mit dem Iran verbündeten Huthi-Miliz aus dem Jemen ausgelöst. Die hatte Angriffe auf zwei saudische Öltanker für sich reklamiert, die eine von ihr ausgerufene «Blockade» im Roten Meer missachtet hätten.

    Damit ist eine weitere kritische Front entstanden. Denn das Rote Meer ist für Saudi-Arabien eine wichtige alternative Exportroute, auf die zumindest ein Teil des Ölverkehrs umgeleitet werden kann, der sonst durch die Strasse von Hormus geht.

    Sollte der Verkehr im Roten Meer minimal werden, wäre mit einem Ölpreis von 120 Dollar zu rechnen, sagte Jay Hatfield, Geschäftsführer vom Investmenthaus Infrastructure Capital Management der Nachrichtenagentur Bloomberg. «Wenn kein Transport stattfindet, muss man sparsam mit dem Öl umgehen. Und Sparsamkeit erreicht man durch höhere Preise.»

    In den Fokus rückt zudem Kasachstan. Das ölreiche zentralasiatische Land hatte am Vortag nach massenhaften ukrainischen Drohnenschlägen in Russland eine Drosselung seiner Fördermengen bekanntgegeben.

    Das Energieministerium in der Hauptstadt Astana begründete den Schritt mit der Sicherheitslage am Terminal des Kaspischen Pipeline-Konsortiums im russischen Schwarzmeer-Hafen Noworossijsk. Die Verladestelle für das über die Kaspische Pipeline transportierte Öl war zuletzt wiederholt das Ziel ukrainischer Drohnenangriffe.

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    Kommentare

    User #1193 (nicht angemeldet)

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