Ministerin Klöckner berät Freitag mit Länderkollegen über «Schweinestau»

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    Deutschland,

    Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) berät am Freitag digital mit ihren Kollegen aus den Bundesländern über Lösungen für den sogenannten Schweinestau.

    Viele Schlachthöfe haben ihre Kapazitäten heruntergefahren
    Viele Schlachthöfe haben ihre Kapazitäten heruntergefahren - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bis Ende September 1,1 Millionen Schweine weniger geschlachtet .

    Im Fokus stünden Arbeitszeitregelungen und Personalausstattung in den Schlachthöfen, die vielerorts schlachtreife Tiere nicht mehr annehmen können, teilte das Landwirtschaftsministerium in Berlin am Dienstag auf AFP-Anfrage mit. Zunächst hatte die «Neue Osnabrücker Zeitung» darüber berichtet.

    Wegen der coronabedingten Einschränkungen haben viele Schlachthöfe ihre Kapazitäten heruntergefahren; Landwirte beklagten Anfang Oktober ein sich abzeichnendes Tierschutzproblem, weil schlachtreife Tiere nicht abgeholt werden. Bis einschliesslich September seien 1,1 Millionen Schweine weniger geschlachtet worden als im Vorjahreszeitraum, zitierte die «NOZ» aus einer Antwort der Regierung auf Anfrage der FDP.

    Das Bundeslandwirtschaftsministerium erklärte am Dienstag, es hätten bereits «auf allen Ebenen» Gespräche mit Unternehmen und Bundesländern stattgefunden, etwa um Ausnahmen vom Arbeitszeitgesetz zu erlassen. Ergebnis laut Ministerium: Mittlerweile zeichne sich «eine gewisse Entspannung» ab. Es sei davon auszugehen, dass die grossen Schlachtbetriebe ihre Kapazitäten schrittweise wieder hochfahren könnten.

    Weiteres Thema bei der Videoschalte ist laut Ministerium die Afrikanische Schweinepest. Diskutiert würden hier Marktentwicklungen und mögliche Hilfsmassnahmen.

    Torsten Staack, Geschäftsführer der Interessenvertretung der Schweinehalter Deutschlands (ISN), wies diese Idee zurück. «Es steht zu befürchten, dass am Ende kein Cent beim Landwirt ankommt», sagte er der «NOZ». Er erneuerte die Forderung seines Verbandes nach Corona-Hilfen für Schweinebauern. «Die Landwirte sind ebenso unverschuldet wie die Gastronomie in diese Krise geraten. Ihnen muss geholfen werden.»

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