Milliardenverlust bei Volkswagen wegen Porsche und China
Volkswagen meldet für das dritte Quartal einen Milliardenverlust. Eine Porsche-Abschreibung von 6,4 Milliarden Euro belastet das Ergebnis besonders.

Volkswagen hat im dritten Quartal einen Milliardenverlust von gut 5,8 Milliarden Euro (etwa 5,3 Milliarden Franken) eingefahren, berichtet das «SRF». Im Vorjahresquartal hatte der Verlust bei 1,1 Milliarden Euro (1 Milliarde Franken) gelegen: Der Betrag fiel nun deutlich höher aus.
Als Hauptgrund für den Milliardenverlust nennt Volkswagen laut «Handelsblatt» Sondereffekte von 7,8 Milliarden Euro (etwa 7,2 Milliarden Franken) im Sommerquartal. Den grössten Teil dieser Sondereffekte macht eine Abschreibung auf den Firmenwert der Sport- und Geländewagentochter Porsche aus.
Die Abschreibung beläuft sich laut «SRF» auf rund 6,4 Milliarden Euro (5,9 Milliarden Franken) und wurde mit niedrigeren Zukunftserwartungen begründet. Die Wertberichtigung ist nicht zahlungswirksam, belastet aber den operativen Gewinn von Volkswagen nach Konzernangaben deutlich.
Milliardenverlust und sinkender Absatz
Zum Milliardenverlust trugen laut «vol.at» zudem das schwache Marktumfeld in China und der zunehmende Preis- und Wettbewerbsdruck bei. Auch der gestiegene Anteil margenschwächerer E-Autos an den Verkäufen drückte nach Konzernangaben auf das Ergebnis.
Der Konzern lieferte von Juli bis September 1,89 Millionen Fahrzeuge aus, wie das «SRF» berichtet. Das entspricht einem Minus von fast 14,3 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres.
Besonders im wichtigen Markt China steht Volkswagen laut «vol.at» im dritten Quartal erheblich unter Druck. Dort setzten die Wolfsburger knapp 406'000 Fahrzeuge ab, was einem Rückgang von 38,5 Prozent entspricht.
Finanzchef drängt auf Tempo
Operativ verdiente Volkswagen in den ersten neun Monaten laut «Handelsblatt» gerade noch 100 Millionen Euro (etwa 92,3 Millionen Franken). In den ersten neun Monaten des Vorjahres hatte der operative Gewinn noch 5,4 Milliarden Euro (etwa 4,9 Milliarden Franken) betragen.

Finanzchef Arno Antlitz äusserte sich zum Ergebnis der ersten neun Monate des laufenden Jahres. «Das Neunmonats-Ergebnis zeigt deutlich: Wir dürfen keine Zeit verlieren und müssen schnell und entschlossen handeln», sagte er.
Das VW-Management um Konzernchef Oliver Blume hatte die Gewinnprognose für 2026 bereits im September deutlich gesenkt, berichtet das «SRF». Vom Umsatz soll demnach höchstens ein Prozent als operativer Gewinn bleiben, zuvor erwartete VW 4,0 bis 5,5 Prozent.
















