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    Lufthansa sieht keinen Zeitdruck bei Verkäufen von Firmenanteilen

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Wegen der Corona-Krise erhält die Lufthansa ein milliardenschweres Rettungspaket. Beim Verkauf von Firmenanteilen will sich die Swiss-Mutter nun Zeit lassen.

    Flugzeug coronavirus
    Bis sich die Flugbranche von der Krise erholt hat, dürfte es noch einige Monate oder gar Jahre dauern. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Lufthansa erhält wegen der Corona-Krise ein milliardenschweres Rettungspaket.
    • Nun prüft die Swiss-Mutter Verkäufe von Firmenanteile, will sich dabei aber Zeit lassen.

    Nach dem milliardenschweren staatlichen Rettungspakt prüft die Lufthansa Verkäufe von Unternehmensteilen, will sich dabei aber nicht unter Zeitdruck setzen lassen. «Wir werden schneller als vor der Krise angedacht Beteiligungen verkaufen müssen, um mit den Erlösen die Schulden zu reduzieren.» Dies kündigte Aufsichtsratschef Karl-Ludwig Kley im Gespräch mit dem «Handelsblatt» (Freitagausgabe) an.

    «Notverkäufe sind nicht notwendig und wird es auch nicht geben, weil wir im Moment solide durchfinanziert sind.» Erst vor wenigen Tagen hatten die Aktionäre grünes Licht für ein neun Milliarden Euro schweres Rettungspaket der Bundesregierung gegeben. Und damit eine drohende Insolvenz infolge der Corona-Krise verhindert.

    Intensiverer Austausch mit Grossaktionär

    Dennoch führe an Verkäufen von Firmenanteilen kein Weg vorbei, betonte Kley. Dabei schloss er die Tochter Lufthansa Technik ein. «Das ist wirklich ein hervorragendes Unternehmen, das in Teilen sehr eng mit dem Kerngeschäft des Konzerns verknüpft ist.» Dies sagte der Manager, der viele Jahre Finanzchef bei der Lufthansa war.

    «Die Situation zwingt uns nun darüber nachzudenken, in welcher Kombination sich Lufthansa Technik künftig am besten entwickeln könnte.» Es werde für den Konzern eine neue Gesamtstrategie entwickelt. «Im Herbst werden wir im Aufsichtsrat darüber beraten», sagte er.

    Heinz Hermann Thiele Lufthansa
    Heinz Hermann Thiele, Mehrheitsaktionär der Lufthansa. - dpa

    Kley will sich künftig intensiver mit Grossaktionär Heinz Hermann Thiele austauschen. «Inzwischen haben wir verabredet, dass wir uns alsbald erneut persönlich treffen wollen.» Thiele ist mit 15,5 Prozent bei der Lufthansa eingestiegen und sieht das Rettungspaket kritisch.

    «Ich bin in diesem Zusammenhang im Übrigen sehr froh, dass Heinz Hermann Thiele als Grossaktionär seine Stimme erhoben hat. Und vieles kritisch hinterfragt hat, ehe er dem Rettungspaket zugestimmt hat», sagte Kley.

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