Luftfahrt

    Corona-Krise in der Luftfahrt längst nicht überwunden

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Die Fluggesellschaften haben die Corona-Krise noch nicht ausgestanden. So erhält der skandinavische Anbieter SAS ein Rettungspaket von Schweden und Dänemark.

    SAS Scandinavian Airlines
    Mehrere Maschinen der SAS Scandinavian Airlines stehen auf dem Flughafen Stockholm. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Coronakrise hält in der Flugbranche noch länger an.
    • Obwohl der Flugverkehr wieder am Anlaufen ist, sind die Finanzen noch nicht geregelt.
    • Die Fluggesellschaft SAS erhält Unterstützung von Regierungen und Investoren.

    Trotz zunehmenden Flugverkehrs ist die Corona-Branchenkrise noch längst nicht ausgestanden. Während von deutschen Flughäfen langsam wieder mehr Urlaubsjets starten. Geht die Gesellschaft Norwegian Air Shuttle auf Konfrontationskurs mit dem Hersteller Boeing. Für den skandinavischen Anbieter SAS schnürten Dänemark und Schweden sowie private Investoren ein Rettungspaket.

    Bestellungen zurückgezogen

    Norwegian zog sämtliche Bestellungen bei Boeing zurück und leitet rechtliche Schritte gegen den US-Hersteller des Unglücks-Jets 737 Max ein. Insgesamt geht es um 97 Maschinen mit dem Listenpreis von 10,6 Milliarden Dollar. Allerdings sind bei Grossaufträgen deutliche Rabatte üblich. Die Airline erklärte, wegen der im März 2019 verhängten Flugverbote für Boeings 737 Max erhebliche Verluste erlitten zu haben.

    Norwegian storniert
    Eine Boeing 737 Max steht am Flughafen Vantaa. Der Billigflieger Norwegian Air Shuttle zieht sämtliche Bestellungen bei Boeing zurück und leitet rechtliche Schritte gegen den kriselnden US-Hersteller ein. - dpa

    Gespräche hätten nicht zu einer Einigung mit vernünftiger Kompensation geführt. Norwegian will die entstandenen Schäden und Vorauszahlungen nun einklagen. Boeing äusserte sich bislang nicht zu der Ankündigung.

    Die skandinavische Fluggesellschaft SAS muss in der Corona-Krise ebenfalls vom Staat gerettet werden. Im Gegenzug zur Finanzspritze von rund 1,2 Milliarden Franken muss das Unternehmen allerdings seine Betriebskosten deutlich senken. Und 5000 Arbeitsplätze abbauen, wie es am Dienstag in Stockholm mitteilte.

    Regierungen als grösste Geldgeber

    Ein Grossteil des Geldes kommt von den beiden grössten Anteilseignern, den Regierungen von Schweden und Dänemark. Auch der drittgrösste Aktionär, die Knut and Alice Wallenberg Foundation, unterstützt die Rettung.

    Ähnlich wie bei der Lufthansa müssen auch die Anteilseigner der börsennotierten SAS dem Vorhaben noch auf einer Generalversammlung zustimmen. Auch die EU-Kommission muss den Plan noch genehmigen.

    So soll SAS über die gezielte Ausgabe von Aktien an die drei Grossaktionäre 12 Milliarden Kronen an frischem Kapital bekommen. Durch die Wandlung von bereits ausgegebenen Anleihen in Aktien soll das Eigenkapital insgesamt um 14,25 Milliarden schwedische Kronen wachsen.

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