Krieg

Lastminute sieht wegen Iran-Krieg Verschiebung bei Europa-Ferien

Keystone-SDA
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Zürich,

Der Iran-Krieg verunsichert viele Ferienplaner – komplett aufs Reisen verzichten die meisten jedoch nicht. Laut dem Online-Reisebüro Lastminute werden Ferien derzeit eher verschoben als gestrichen.

Ferien
Viele Reisende verchieben derzeit ihre Ferien. - keystone

«Die Leute warten etwas länger ab, geben ihre Reisepläne aber nicht auf», sagte Lastminute-Chef Alessandro Petazzi vor Medien am Donnerstag. Die Reiselust lasse sich vom Iran-Krieg aber kaum bremsen, verschiebe sich aber zeitlich und geografisch.

Viele Reisende hätten zudem Ziele wie die Türkei oder Ägypten gemieden, «obwohl diese gar nicht direkt vom Konflikt betroffen sind». Inzwischen kehre aber langsam wieder Vertrauen zurück.

Stattdessen boomen Reiseziele am westlichen Mittelmeer. Länder wie Spanien, Portugal oder Italien verzeichnen bei Lastminute über 10 Prozent mehr Buchungen. Für viele gelte Europa aktuell als «sicherer Hafen», sagte Petazzi.

Für Lastminute dürfte sich das auszahlen, da das Unternehmen stark auf europäische Märkte ausgerichtet ist. Auch die Kanaren und Balearen sowie Städtereisen haben beim Online-Reiseanbieter deutlich an Beliebtheit gewonnen. Gerade kurzfristige Trips in europäische Städte würden verstärkt nachgefragt.

Auch bei Flügen bleibt die Lage für Lastminute-Kunden bisher stabil: Bei den beiden wichtigsten Airline-Partnern – den Billigfliegern Ryanair und EasyJet – stellt das Unternehmen bislang keine wesentlichen Preisaufschläge fest.

Lastminute selbst bleibt optimistisch und erwartet weiter Wachstum im laufenden Jahr – trotz der unsicheren Lage. Andere Anbieter der Reisebranche hätten ihre Prognosen dagegen zuletzt gesenkt, wie Petazzi betonte.

Unabhängig vom Krieg im Nahen Osten übernehmen immer häufiger KI-Dienste die Planung von Ferien. Darauf stellt sich auch Lastminute ein: Die Angebote des Online-Reiseanbieters sollen vermehrt direkt in Anwendungen wie ChatGPT oder Gemini eingebunden werden – und von dort aus buchbar sein.

Erste Schritte dazu hat der Online-Reiseanbieter bereits gemacht, etwa mit einer Integration beim KI-Dienst Claude. Auch bei ChatGPT arbeitet Lastminute an einer Lösung.

«Das passiert jetzt – nicht erst irgendwann in der Zukunft», so CEO Petazzi. Zum Online-Reiseanbieter zählen neben der Marke lastminute.com auch Volagratis, Rumbo, weg.de, Bravofly, Jetcost und Hotelscan.

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Kommentare

User #2468 (nicht angemeldet)

Was hat das Fliegen mit dem Krieg zu tun ? Maßgebend sind die Destinationen.Und dass die Tickets teurer werden können, wegen den Sprit Preisen, scheint ebenfalls nicht zu stören. Umweltschutz gilt sowieso nur für die Anderen. Na dann , guten Flug.

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