Gericht spricht Holcim-Tochter der Terrorfinanzierung schuldig
Der Zementkonzern Lafarge und frühere Manager sind in Paris verurteilt worden. Laut Gericht flossen Millionen an Extremisten, darunter auch an den IS.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Pariser Gericht verurteilte Lafarge und Ex-Manager wegen Terrorfinanzierung.
- Sie sollen im Syrienkrieg Millionen an Dschihadisten gezahlt haben.
- So sollte eine Fabrik trotz Bürgerkrieg weiter betrieben werden können.
Ein Pariser Gericht hat den Zementkonzern Lafarge und mehrere frühere Führungskräfte wegen Terrorfinanzierung schuldig gesprochen. Sie sollen während des Syrienkriegs Millionen an Dschihadisten gezahlt haben, um den Betrieb einer Fabrik aufrechtzuerhalten
Der französische Zementhersteller Lafarge, der zum Schweizer Unternehmen Holcim gehört, sowie acht ehemalige Führungskräfte wurden am Montag vom Pariser Strafgericht der Terrorfinanzierung in den Jahren 2013 und 2014 für schuldig befunden.
Millionenzahlungen flossen auch an den IS
Sie sollen Gruppen von Dschihadisten bezahlt haben, damit diese eine Fabrik mitten im syrischen Bürgerkrieg in Betrieb halten.
Das Unternehmen zahlte laut Urteil des Gerichts an drei Dschihadisten-Gruppen, darunter den Islamischen Staat (IS), insgesamt fast 5,6 Millionen Euro.
Das Gericht betonte, dass dies den Gruppen die «Vorbereitung von Terroranschlägen» ermöglichte, darunter die Anschläge in Frankreich im Januar 2015.
Richterin sieht direkte Folgen für Terror in Europa
«Diese Art der Finanzierung terroristischer Organisationen, insbesondere des IS, war entscheidend für die Kontrolle der Terrorgruppe über die natürlichen Ressourcen in Syrien», erklärte die Vorsitzende des Gerichts, Isabelle Prévost-Desprez.
Das Geld habe es der Terrorgruppe ermöglicht, Terrorakte in der Region und im Ausland, insbesondere in Europa, zu finanzieren.
















