KI-Star Leopold Aschenbrenner verliert Milliarden

    Maja Bojic
    Maja Bojic

    USA,

    Leopold Aschenbrenner verliert nach dem KI-Boom Milliarden. Sein Hedgefonds musste nach schweren Verlusten grosse Teile des Portfolios verkaufen.

    Leopold Aschenbrenner
    Leopold Aschenbrenner galt als deutsches KI-Wunderkind und sorgte mit seinem Milliardenfonds für Aufsehen. - Situational Awareness

    Leopold Aschenbrenner entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit zu einem bekannten Namen in der KI-Finanzwelt. Der deutsche Investor baute mit seinem Fonds «Situational Awareness» ein Milliardenvermögen auf.

    Wie «Focus Online» berichtet, verwaltete der Fonds zeitweise mehr als 20 Milliarden Dollar. Die Strategie setzte auf Unternehmen aus Bereichen wie Chips, Rechenzentren und Energieversorgung.

    Leopold Aschenbrenner wurde in Berlin geboren und fiel bereits früh durch seine Leistungen auf. Laut der «Bild» gewann er mit 14 Jahren den Berliner Landeswettbewerb von «Jugend forscht».

    Vom OpenAI-Forscher zum KI-Fondsstar

    Mit 15 Jahren machte er sein Abitur und wechselte später an die Columbia University. Dort schloss er mit 19 Jahren als Jahrgangsbester ab.

    Nach Stationen beim FTX Future Fund und bei OpenAI gründete Aschenbrenner seinen eigenen Hedgefonds. Internationale Aufmerksamkeit erhielt er 2024 durch seinen Essay «Situational Awareness».

    Siehst du KI-Investments trotz der Risiken weiterhin als Chance?

    Der Fonds profitierte zunächst stark vom KI-Boom. «Situational Awareness» erzielte nach eigenen Angaben eine Rendite von 1551 Prozent und wuchs auf über 20 Milliarden Dollar Vermögen.

    KI-Verluste bringen Fonds von Leopold Aschenbrenner unter Druck

    Im Juli geriet der Fonds jedoch durch Verluste bei Technologieaktien unter Druck. Laut dem «Handelsblatt» führten Fehlspekulationen bei Chip- und Softwarewerten zu einem erhöhten Kapitalbedarf.

    Nach Angaben von «Focus Online» verlor der Fonds im Juli rund 67 Prozent. Daraufhin wurde ein grosser Teil des börsennotierten Aktienportfolios im Umfang von etwa 16 Milliarden Dollar verkauft.

    Den Zuschlag für das Aktienpaket erhielt der US-Hedgefonds Citadel. Mehrere Interessenten sollen um die Übernahme der Positionen geboten haben.

    Trotz Einbruch hält Fonds an KI-Beteiligungen fest

    Die hohen Verluste wurden durch den Einsatz von Krediten verstärkt. Banken forderten zusätzliche Sicherheiten, nachdem der Wert der gehaltenen Aktien gesunken war.

    Der Fall lenkt den Blick auch auf die Risiken grosser KI-Investments. Die Entwicklung zeigt, dass kurze Erfolgsphasen an der Börse keine langfristige Anlagefähigkeit garantieren.

    Künstliche Intelligenz
    Leopold Aschenbrenner setzte früh auf den KI-Boom und baute einen Milliardenfonds auf. (Symbolbild) - depositphotos

    Trotz der Verluste hält der Fonds weiterhin private Beteiligungen. Dazu gehören der «Bild» zufolge unter anderem Anteile am KI-Unternehmen Anthropic.

    Kommentare

    User #3308 (nicht angemeldet)

    Man stelle nur einmal den Strom ab für eine gewisse Zeit... wo nichts ist, ist nichts ausser ein paar Zahlen welche die Menschheit zu ihren Sklaven macht.

    User #776 (nicht angemeldet)

    Mein Mitleid hält sich in Grenzen.

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