Saudi-Arabien: Strasse von Hormus muss gebührenfrei bleiben
Die Strasse von Hormus muss nach Einschätzung Saudi-Arabiens gebührenfrei bleiben. «Die Strasse von Hormus muss zurück zum Status vor dem 28. Februar 2026 ohne die Erhebung jeglicher Gebühren und ohne Beschränkungen», sagte der saudische Aussenminister Faisal bin Farhan bei der UN-Generaldebatte. Er bezog sich dabei auf die Zeit vor dem Iran-Krieg, der Ende Februar mit Angriffen der USA und Israels auf den Iran begann. Die Freiheit der Schifffahrt müsse in der Strasse von Hormus wie auch dem Bab al-Mandab, dem Roten Meer und dem Golf von Aden sichergestellt werden.

Der Iran hatte nach den ersten US-Angriffen im Februar den Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus blockiert, über die ein grosser Teil der Lieferungen von Öl und Gas aus der Region läuft. Im Kern des Konflikts steht derzeit die Frage, wie und unter welchen Bedingungen die Meerenge wieder befahrbar wird.
Saudi-Arabien ist wie die weiteren Golfstaaten durch den Iran-Krieg wirtschaftlich enorm unter Druck, weil es sein Öl und Erdölerzeugnisse nicht über die Strasse von Hormus an den Weltmarkt bringen kann. Über Pipelines kommen die Exporte zwar teils auch auf anderen Wegen aus der Region. Mit dem Vormarsch der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz im Jemen, die eine «Blockade» für saudische Schiffe verhängt hat, sind aber auch saudische Exporte über die dortige Meerenge Bab al-Mandab schwierig oder unmöglich geworden.
Es sei eine gemeinsame Verantwortung der Länder, die internationale Schifffahrt und weltweite Lieferketten zu schützen, so der Aussenminister.
Saudi-Arabien und der Iran ringen seit langem um die Vorherrschaft in der Region. Beide Staaten näherten sich 2023 unter Vermittlung Chinas an, werden mit dem Krieg aber auf eine schwere Probe gestellt. Faisal bin Farhan traf sich in New York auch mit Irans Aussenminister Abbas Araghtschi, wie der Nachrichtenkanal Al-Arabija und iranische Medien berichteten.










