SNB-Protokoll: Geldpolitik blieb im März trotz Aufwertung expansiv
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat ihren Leitzins im März wie bekannt bei 0 Prozent belassen. Wie aus dem nun veröffentlichten Protokoll hervorgeht, stellte das SNB-Direktorium seinerzeit fest, dass die monetären Bedingungen wegen der Frankenaufwertung straffer waren als bei der Lagebeurteilung im Dezember.

Gleichwohl kam das Direktorium zum Schluss, dass die Geldpolitik zum Zeitpunkt des Zinsentscheides weiterhin als expansiv eingeschätzt werden könne, so die Zusammenfassung der Diskussionen, die am 17. und 18. März stattfanden. Das zeige sich unter anderem am Wachstum der Kredite und der breiten Geldmengenaggregate.
Angesichts der Inflations- und Konjunkturaussichten seien die monetären Bedingungen aber noch immer angemessen, stellte das Direktorium in seinen Diskussionen fest. Und trotz der Eskalation im Nahen Osten habe sich das Szenario in Bezug auf die globale Konjunkturentwicklung nicht grundsätzlich geändert.
Entsprechend hätten sich die Zinserwartungen an den Märkten im Ausland nicht nach unten angepasst, sondern im Lichte der Inflationsrisiken nach oben.
Angesichts der geopolitischen Situation und der damit verbundenen Flucht in sichere Häfen sollte aber die Bereitschaft, am Devisenmarkt zu intervenieren, erhöht bleiben, so die SNB-Chefs weiter. Dies, um einer raschen und übermässigen Aufwertung des Frankens entgegenzutreten, die die Preisstabilität in der Schweiz gefährden würde.










