Jugendherbergen-Chefin fordert Diskussion zu Übertourismus

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Bern,

Die Chefin der Schweizer Jugendherbergen, Janine Bunte, hat Gemeinden im Umgang mit Overtourism kritisiert. «Sie leben zwar vom Tourismus, jammern aber über die vielen Gäste», sagte Bunte zu «Blick». Sie rief dazu auf, die Probleme beim Namen zu nennen.

«Man muss die Probleme beim Namen nennen», sagte Janine Bunte, Chefin der Schweizer Jugendherbergen, zu «Blick». (Archivbild)
«Man muss die Probleme beim Namen nennen», sagte Janine Bunte, Chefin der Schweizer Jugendherbergen, zu «Blick». (Archivbild) - KEYSTONE/ANTHONY ANEX

Viele Gemeinden hätten es verpasst, eine Tourismusstrategie zu definieren, sagte Bunte in dem am Samstag veröffentlichten Interview. Für eine Umverteilung der Gäste brauche es die Gemeinden, die Tourismusorganisationen und die Anbieter.

«Man müsste auch mal den Mut haben, Stopp zu sagen», sagte die Chefin der Schweizer Jugendherbergen. Sie ist zudem Präsidentin der Parahotellerie Schweiz. Die Diskussion werde momentan oftmals vermieden. Ohne das Problem zu benennen, lasse sich aber keine Lösung finden, sagte sie.

Für Betroffene von überrannten Orten zeigte Bunte Verständnis: «Das ist nicht zum Aushalten.» Für sie ist es ein gesellschaftliches Phänomen, dass man weniger Rücksicht aufeinander nehme. Mit der Nationalität habe das nichts zu tun, so Bunte. Die Jugendherbergen suchten das Gespräch mit den Gästen. «Aber wir sind eine Unterkunft, keine Erziehungsanstalt», sagte sie.

Kommentare

User #5430 (nicht angemeldet)

welt weit veröffentlichen, kurz, treffend korrekt.

User #1168 (nicht angemeldet)

Fragt doch die Grünen und die GLP.

Weiterlesen

SRF
62 Interaktionen
Neuer Trend
vermisste personen
26 Interaktionen
Flut-Drama in Nepal

MEHR AUS STADT BERN