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Bern: Neues Wahlverfahren – Listenverbindungen sollen wegfallen

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In Bern sollen die Stadtratssitze künftig nach dem Sainte-Laguë-Verfahren verteilt werden. Die Vernehmlassung dauert vom 27. August bis 16. Oktober 2026.

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Bern: Hauptsitz der Postfinance (Symbolbild) - Nau.ch / Ueli Hiltpold

Der Gemeinderat hat eine entsprechende Vorlage zur Vernehmlassung bei den politischen Parteien verabschiedet.

Die Vernehmlassung dauert bis Mitte Oktober.

Heute werden die Sitze im Stadtparlament (Stadtrat) nach dem Hagenbach-Bischoff-Verfahren verteilt. Dieses mathematische Verfahren bevorzugt tendenziell grössere Parteien. Neu sollen die Stadtratssitze nach dem Sainte-Laguë-Verfahren verteilt werden.

Es bevorzugt weder grosse noch kleine Parteien und wahrt damit die sogenannte Erfolgswertgleichheit am besten. Mit der vom Gemeinderat verabschiedeten Vorlage soll die Motion «Maurice Lindgren, Janina Aeberhard, Bettina Jans-Troxler: Jede Stimme zählt: faireres Wahlverfahren für die Stadt Bern» umgesetzt werden. Das Sitzverteilungsverfahren bei den Gemeinderatswahlen wird nicht angepasst.

Mit dem Wechsel zum neuen Sitzverteilungsverfahren sollen Listenverbindungen künftig nicht mehr möglich sein. Listenverbindungen können die systemimmanente Bevorzugung stimmenstarker Listen im Hagenbach-Bischoff-Verfahren korrigieren. Im Sainte-Laguë-Verfahren braucht es keine solche Korrektur.

Listenverbindungen werden zudem von vielen Wählerinnen und Wählern als intransparent wahrgenommen.

Die Vorlage zum neuen Sitzverteilungsverfahren für den Stadtrat soll nach der Vernehmlassung in die Vorlage «Anpassungen und Neuerungen bei den politischen Rechten», welche bereits bei den politischen Parteien in der Vernehmlassung wahr, integriert werden. Die Volksabstimmung über diese Vorlage ist im Herbst 2027 geplant.

Die öffentliche Vernehmlassung dauert vom 27. August bis am 16. Oktober 2026.

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