Jordanien hat die aus den sogenannten Pandora Papers hervorgehenden Berichte über zahlreiche Offshore-Finanzgeschäfte von König Abdullah II. zurückgewiesen.
Jordaniens König Abdullah II.
Jordaniens König Abdullah II. - POOL/AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Königshaus: «Pandora Papers» gefährden Sicherheit von Abdullah II. und Familie.

«Einige Presseberichte, die über die Immobilien des Königs veröffentlicht wurden, sind ungenau, verzerrt und übertrieben», erklärte das Königshaus in Amman am Montag. Die Veröffentlichung von Adressen königlichen Eigentums sei darüber hinaus ein Sicherheitsrisiko für den Monarchen und seine Familie.

Das internationale Recherchenetzwerk ICIJ hatte die «Pandora Papers» am Sonntag veröffentlicht. Die Auswertung von knapp zwölf Millionen Dokumenten von Anbietern von Offshore-Finanzdienstleistungen belasten den an dem Projekt beteiligten Medien zufolge mehr als 330 Politiker und Amtsträger weltweit. Sie sollen über Briefkastenfirmen heimliche Geschäfte in beträchtlichem Umfang gemacht haben.

König Abdullah II. hat demnach mindestens 30 Offshore-Firmen in Steueroasen genutzt, um 14 Luxusanwesen in den USA und Grossbritannien zu kaufen. Das so aufgebaute Immobilienimperium soll über 100 Millionen Dollar wert sein. Dem Staatschef wird bislang kein kriminelles Fehlverhalten vorgeworfen.

Unmittelbar nach der Veröffentlichung der Enthüllungen durch das International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) hatten Anwälte des Königshauses angegeben, es gehe lediglich um das persönliche Vermögen des Königs. Aus Gründen der Sicherheit und der Diskretion habe er auf Offshore-Gesellschaften zurückgegriffen.

«Es ist kein Geheimnis, dass Seine Majestät eine Reihe von Wohnungen und Residenzen in den Vereinigten Staaten und im Vereinigten Königreich besitzt», erklärte das Königshaus nun. Dies sei weder ungewöhnlich noch unangemessen.

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