Krieg

Iran-Krieg drückt weiter auf die Börsenstimmung

Keystone-SDA
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Zürich,

Die internationalen Finanzmärkte stehen weiter im Banne des Iran-Krieges. Am Wochenende hatte US-Präsident Donald Trump dem Iran ein Ultimatum gesetzt.

Die Strasse von Hormuz gilt als die wichtigste Ölhandelsroute der Welt: Frachtschiffe fahren im Arabischen Golf in Richtung der Meerenge südlich des Irans. (Archivbild).
Die Strasse von Hormuz gilt als die wichtigste Ölhandelsroute der Welt: Frachtschiffe fahren im Arabischen Golf in Richtung der Meerenge südlich des Irans. (Archivbild). - KEYSTONE/AP

Trump hat mit der Zerstörung der Energieanlagen von Iran gedroht, falls das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Strasse von Hormus vollständig und «ohne Drohungen» öffnen würde. Iran wiederum hat Vergeltung angekündigt, falls dies geschehen sollte und mit der vollständigen Schliessung der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge gedroht.

Entsprechend bleibt auch der Ölpreis auf seinem erhöhten Niveau. Am frühen Montagmorgen kostet ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent rund 112 US-Dollar und damit mehr oder weniger gleich viel wie am Freitagabend. Derweil stehen die asiatischen Märkte stark im roten Bereich. Der japanische Nikkei 225 verliert aktuell 3,7 Prozent, der Hongkonger Hang Seng 3,6 Prozent und der koreanische Aktienmarkt gar 5,8 Prozent.

Auch an den europäischen Aktienmärkten dürfte sich der Abwärtsgang entsprechend fortsetzen. Der hiesige Leitindex SMI wird am Montagmorgen gemäss dem Broker IG gut 1 Prozent unter dem Schlussstand vom Freitagabend gesehen bei rund 12'180 Punkten. Seit Beginn des Krieges hat der SMI (Stand Freitagabend) rund 12 Prozent eingebüsst, im Vergleich zu Ende 2025 steht er 7 Prozent tiefer.

Allein letzte Woche büsste der SMI 4,0 Prozent ein, wobei Roche (PS -7,0%), Nestlé (-6,2%), Richemont (-5,4%) sowie Geberit und Sika (je -5,4%) am meisten Terrain verloren.

Am Devisenmarkt hat sich derweil relativ wenig getan im Vergleich zum Freitagabend. Der US-Dollar profitiert weiterhin tendenziell vom Krieg. Das Euro/Dollar-Paar kostete zuletzt rund 1,1540 nach 1,1560 am Freitagabend, bei Dollar/Franken waren es 0,7897 nach 0,7885. Ebenfalls kaum verändert zeigt sich das Euro/Franken-Paar mit zuletzt 0,9111.

Kommentare

User #6204 (nicht angemeldet)

Wie weit war sich die gegenwärtige amerikanische Regierung über die wirtschaftlichen Konsequenzen bewusst, wenn der gegenwärtig geführte Krieg nicht den schnellen erwünschten Erfolg bringt? Wollen diese Leute auch die Nationen weltweit an den negativen politischen und wirtschaftlichen Folgen Anteil haben lassen? Nationen (nicht Proletarier) weltweit; wehrt Euch gegen diese Regierung und deren Präsident !

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