Die Erstanträge bezüglich Arbeitslosenhilfe haben in den USA deutlich abgenommen. Grund dafür könnten die Lockerungen der Corona-Massnahmen sein.
Arbeitslosenhilfe
In den USA ist die Zahl der wöchentlichen Anträge auf staatliche Arbeitslosenhilfe gefallen. (Archiv) - sda - KEYSTONE/AP/Frank Franklin II

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Lage auf dem US-Arbeitsmarkt hat sich deutlich verbessert.
  • Im Wochenvergleich sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gefallen.
  • Die Hilfsanträge belaufen sich auf einem höheren Niveau als vor der Corona-Pandemie.

Auf dem US-Arbeitsmarkt hat sich die Lage überraschend deutlich verbessert. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen im Wochenvergleich um 38'000 auf 326'000, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Experten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 348'000 Anträge gerechnet. Die wöchentlichen Erstanträge sind ein Frühindikator für den Arbeitsmarkt.

In den drei vorherigen Wochen waren die Erstanträge noch gestiegen. Seit Beginn des Jahres ist die Zahl dank der Aufhebung von Corona-Beschränkungen im Trend allerdings merklich gefallen.

Hilfsanträge auf höherem Niveau

Die wöchentlichen Hilfsanträge bewegen sich auf einem höheren Niveau als vor der Pandemie. Damals wurden pro Woche gut 200'000 Anträge gestellt. Allerdings befand sich der Jobmarkt vor der Krise in einem ungewöhnlich guten Zustand nahe der Vollbeschäftigung. Der Arbeitsmarkt spielt für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed eine grosse Rolle.

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