Nach Protesten gegen ICE setzt Trump 1500 Soldaten für Minnesota ein
US-Präsident Trump droht mit Militäreinsatz wegen Protesten gegen ICE im US-Bundesstaat Minnesota. Das Pentagon versetzt 1500 Soldaten in Bereitschaft.

Der US-Präsident Donald Trump bereitet den Einsatz von 1500 Soldaten gegen Proteste im US-Bundesstaat Minnesota vor. Das Pentagon versetzt Truppen in höchste Alarmbereitschaft wegen der Eskalationen.
Die Proteste in Minneapolis richten sich gegen die Einwanderungsbehörde ICE und ihre Razzien. Seit Dezember 2025 hat die Behörde dort Hunderte Migranten festgenommen, berichtet die «Washington Post».
Am 7. Januar erschoss ein ICE-Agent die 37-jährige Renee Nicole Good in ihrem Auto. Danach eskalierten die Spannungen durch weitere Proteste, heisst es.
Eskalation in der Stadt
Am Wochenende prallten Gegner und Befürworter von ICE im Stadtzentrum von Minneapolis aufeinander. Wütende Anwohner stellten sich Beamten entgegen und warfen mit Gegenständen nach ihnen, so das «Handelsblatt».
Polizisten rückten schwer bewaffnet an, nachdem Schneebälle und Wasserballons flogen. Trump drohte laut dem «Handelsblatt» auf Truth Social mit dem «Insurrection Act» aus dem Jahr 1807 gegen die Unruhen.
Dies, falls die «korrupten Politiker von Minnesota» nicht verhinderten, dass «professionelle Agitatoren und Aufrührer» die ICE-Mitarbeiter angriffen.
Pentagon in Bereitschaft
Das Militär müsse eingreifen, falls die Proteste gegen ICE-Beamte andauern, warnte Trump. Der Act erlaubt den Einsatz von Truppen im Inland ohne Zustimmung der Staaten.
Das Pentagon hat 1500 aktive Soldaten offiziell in Alarmbereitschaft versetzt für Minnesota. Zwei Verteidigungsbeamte bestätigten dies unter der Bedingung der Anonymität, schreibt die «Washington Post».
Sean Parnell, Sprecher des US-Verteidigungsministers Pete Hegseth, betonte laut dem Bericht: Das Pentagon stehe jederzeit bereit, um Befehle des Oberbefehlshabers auszuführen.
Gerichtliche Einschränkungen von ICE
Die US-Bundesrichterin Kate Menendez erliess kürzlich eine Verordnung, die ICE bei friedlichen Protesten einschränkt. Beamte dürfen Demonstranten und Beobachter nicht mit Tränengas angreifen, wie die «BBC» schreibt.

Die Regelung gilt für den gesamten Grossraum der Stadt Minneapolis und Umgebung. Sie soll Übergriffe auf Unbeteiligte verhindern.
Trump hat laut der «BBC» in den letzten Wochen bereits 3000 Bundesbeamte in Tarnkleidung und Masken nach Minneapolis geschickt.












