IfW-Prognose: Wirtschaftlicher Aufschwung verzögert sich

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Deutschland,

Der wirtschaftliche Aufschwung verschiebt sich auch nach Einschätzung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) um mehrere Monate nach hinten.

Containerterminal in Dortmund
Containerterminal in Dortmund - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Stimmung bei Grosshandelsunternehmen verschlechtert sich deutlich.

Für das Jahr 2021 rechnen die Experten noch mit einem Wirtschaftswachstum von 2,6 Prozent, für 2022 erwarten sie ein Plus von 4,0 Prozent. Bisher waren die Experten von einem Plus um 5,1 Prozent für 2022 ausgegangen.

Am Dienstag hatten sich das Ifo-Institut in München und das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) bereits ähnlich geäussert. Das IfW erklärte nun: «Insgesamt fällt die durch die laufende Infektionswelle verursachte Delle im Erholungsprozess etwas grösser aus, als wir noch in unserer Herbst-Prognose erwartet hatten.»

Für 2023 rechnen die Experten jedoch mit einem stärkeren Aufschwung von 3,3 Prozent, bislang lag die Prognose einen Prozentpunkt tiefer. Sowohl für das laufende als auch für das neue Jahr rechnen die Experten ausserdem mit einer Inflationsrate von über drei Prozent.

Für die beiden Quartale des Winterhalbjahres 2021 erwartet das IfW einen leichten Rückgang der Wirtschaftsleistung um jeweils 0,3 Prozent. Der Aufschwung werde im Frühjahr 2022 einsetzen, «wenn die Belastungen durch die Pandemie nachlassen». Einen zusätzlichen Impuls erhoffen sich die Experten auch durch den Abbau der Lieferschwierigkeiten, die zur Zeit die Industrieproduktion stark belasten.

Auch der Bundesverband Grosshandel, Aussenhandel, Dienstleistungen (BGA) rechnet damit, dass die Lieferschwierigkeiten noch «bis ins nächste Jahr» anhalten. Das Wiederaufflammen der Corona-Pandemie belaste ausserdem «die Stimmung und die Erwartungen der Grosshandelsunternehmen», erklärte BGA-Präsident Dirk Jandura am Mittwoch.

Laut einer aktuellen Umfrage des BGA beklagten 44 Prozent der Grosshandelsunternehmen die Versorgungslage mit Rohstoffen und Vorleistungen. Nur jeder sechste Grosshändler könne seine Ware aktuell fristgerecht liefern.

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