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    Homeoffice belastet Snack-Firma: 4,9 Mio. Euro Schulden

    Samantha Reimer
    Samantha Reimer

    Österreich,

    Homeoffice und Umsatzrückgang belasten die Weilhartner Snack GmbH (DE). 4,9 Millionen Euro Schulden, 55 Jobs und 140 Gläubiger sind betroffen.

    homeoffice
    Ein Formular für den Insolvenzantrag. (Symbolbild) - Jonas Walzberg/dpa

    Die Weilhartner Snack GmbH aus Dorf an der Pram (DE) ist insolvent, wie die «Heute» berichtet. Das Unternehmen, seit 1995 in Automaten- und Betriebsverpflegung tätig, meldete einen Sanierungsantrag mit rund 4,9 Millionen Euro Schulden.

    Das entspricht ungefähr 4,5 Millionen Franken.

    55 Beschäftigte und 140 Gläubiger betroffen

    Betroffen sind 55 Beschäftigte und etwa 140 Gläubiger, teilte die Creditreform mit. Die Firma hatte kurz vor der Corona-Pandemie stark in digitale Automatenbefüllung und Betriebskantinen investiert.

    Jedoch führte die Ausweitung des Homeoffice und Stellenabbau bei den Kunden zu massivem Umsatzrückgang. Weilhartner nahm eine Überbrückungsfinanzierung auf, die jedoch wegen fehlender Erlöse nicht planmässig binnen zwei Jahren zurückgezahlt werden konnte.

    Energiepreise, Lohnkosten und Zinserhöhungen verschärften die Lage, wie «MSN» weiter berichtet.

    Umsatzrückgang durch Homeoffice

    Die coronabedingte Verlagerung ins Homeoffice reduzierte den Bedarf an Betriebsverpflegung spürbar. Laut Creditreform wirkten diese Veränderungen negativ auf die Weilhartner Snack GmbH.

    Auch steigende Energiekosten und Lohnerwartungen belasteten die Wirtschaftlichkeit zusätzlich.

    Hast du schon einmal von der Weilhartner Snack GmbH gehört?

    Das Familienunternehmen sieht nun eine Sanierung als notwendig an, um den Standort und Arbeitsplätze zu sichern.

    Sanierung mit Entlastung geplant

    Die Geschäftsführung plant, das Unternehmen mit Drittmitteln und Erlösen aus dem laufenden Betrieb zu sanieren. Teilbetriebsschliessungen, besonders im Kantinenbereich, sollen laut dem «Exxpress» Gewinne ermöglichen.

    Die Gläubiger können mit einer Quote von 20 Prozent ihrer Forderungen innerhalb von zwei Jahren rechnen. Ohne Zustimmung droht die Auflösung der Firma, so Creditreform.

    Die Situation spiegelt, wie sich veränderte Arbeitswelten durch Homeoffice wirtschaftlich auf Zulieferbetriebe auswirken können. Die Weilhartner Snack GmbH steht exemplarisch für Corona-Folgen in der Betriebsverpflegungsbranche.

    Kommentare

    User #1174 (nicht angemeldet)

    Wow, was für Supernews in der Schweiz. Muss man hier einfach wissen!!

    User #1065 (nicht angemeldet)

    War das nicht immer so, dass Firmen welche nicht wandlungsfähig und wenigstens ein bisschen innovativ sind irgendwann eingehen? Wenn du dich nicht den Marktverhältnissen anpassen kannst läuft dir der Markt halt davon.

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