Holcim testet Klima-Beton erstmals im industriellen Einsatz
Der Zuger Baustoffkonzern Holcim hat erstmals im kommerziellen Massstab einen industriellen Boden mit einem CO2-speichernden Zusatzstoff gegossen. Das Material ersetzt einen Teil des Zements und senkt den CO2-Fussabdruck des Betons laut Holcim um 13 Prozent.

Zum Einsatz kam der Beton in einem Logistikzentrum eines internationalen Detailhändlers in Deutschland, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Entwickelt wurde der Zusatzstoff «Paebbl Rebond» gemeinsam mit dem schwedischen Startup Paebbl und dem deutschen Bauunternehmen Goldbeck. Die Technologie bindet Kohlendioxid dauerhaft in Mineralien.
Gemäss Holcim wurden bei dem Projekt rund 15 Prozent des Zements ersetzt. Dadurch seien pro Kubikmeter Beton knapp 30 Kilogramm CO2 eingespart worden. Zusätzlich seien auf der 420 Quadratmeter grossen Fläche insgesamt 886 Kilogramm CO2 dauerhaft gespeichert worden.
Das Projekt sei innerhalb von sechs Monaten von ersten Gesprächen bis zum fertigen Betonguss umgesetzt worden. Laut Holcim lässt sich das Material ohne spezielle Anlagen oder Anpassungen in bestehende Produktions- und Bauabläufe integrieren. Paebbl plant erste Anwendungen im grösseren kommerziellen Massstab ab dem Jahr 2028.










