Griechenland will Atomkraft für Handelsschiffe voranbringen

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Griechenland,

Griechenland, dessen Reeder die grösste Handelsflotte innerhalb der EU kontrollieren, will eine führende Rolle in der internationalen Diskussion über nukleargetriebene Handelsschiffe übernehmen. Das kündigte Regierungschef Kyriakos Mitsotakis am Dienstag bei seiner Rede auf dem 2. Nuklearenergie-Gipfel in Paris an.

Atomdebatte
Setzt Griechenland bald Atomkraft bei Handelsschiffen ein? (Symbolbild) - Pixabay

Eine vollständige Dekarbonisierung der globalen Schifffahrtsindustrie sei ohne den Einsatz von Kernenergie kaum möglich, betonte Mitsotakis in der Rede, die das griechische Fernsehen (ERTNews) übertrug. Die Technologie nuklear angetriebener Schiffe sei zwar in den vergangenen Jahrzehnten vor allem im militärischen Bereich erprobt worden, «zum jetzigen Zeitpunkt haben wir aber keine glaubwürdige Lösung zur Dekarbonisierung der Schifffahrt».

Nach Angaben des Verbandes der griechischen Reeder bleiben sie weltweit führend – mit insgesamt 5700 Schiffen. Die von Griechenland kontrollierte Flotte macht 20 Prozent der globalen und 61 Prozent der EU-Flotte aus.

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Kommentare

User #9818 (nicht angemeldet)

Da müssen die zuerst mal eine Baufirma finden, das dauert. Weiter dauert es MINDESTENS 12 weitere Jahre bis dieses AKW Strom gibt. Bis da kann viel passieren. Der Bau kostet auch viele Milliarden. Dazu kommt der Atommüll und der ist teuer und verursacht Krankheiten und zerstört das Wasser.

User #4317 (nicht angemeldet)

Neue AKW brauchen Milliarden-Subventionen des Staates und werden nie rentabel Strom produzieren. Atomkraftwerke (AKW) erhalten weltweit teils erhebliche staatliche Subventionen, direkt (Forschung, Rückbau) oder indirekt (Risikoübernahme, fehlende volle Haftung). Studien beziffern Förderungen in Deutschland seit den 1950ern auf über 200 Mrd. Euro. In der Schweiz fordern Befürworter staatliche Finanzierung für neue AKW, während Kritiker vor hohen Kosten für Steuerzahler warnen.

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