Der Goldpreis steigt weiter. Ein Grund dafür sind die steigenden Preise. Die weitere Preisentwicklung ist offen.
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Gestiegener Goldpreis: historische Goldbarren aus den USA. - sda - KEYSTONE/AP/SETH WENIG

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Goldpreis kletterte diese Woche auf 1861 US-Dollar, pro Feinunze (31,1 Gramm).
  • Das ist der höchste Preis seit fünf Monaten.
  • Die Zentralbanken warten mit einer Erhöhung der Leitzinsen zu.

Das erfreut die Gold-Anleger: Der Preis für das Edelmetall kletterte auf ein Fünfmonats-Allzeithoch. Diese Woche kletterte der Goldpreis auf 1861 US-Dollar pro Feinunze (31,1 Gramm).

EZB erhöht Leitzinsen nicht

Die hohe Inflation in den grossen Volkswirtschaften der Welt befeuert den Edelmetall-Preis weiter. Doch die entscheidenden Notenbanken reagierten bisher nur zögerlich auf die steigenden Preise. So stellte auch Christine Lagarde von der Europäischen Zentralbank (EZB) keine Leitzinserhöhung in Aussicht.

Höhere Zinsen belasteten den Goldwert tendenziell, da Anleger so vermehrt in festverzinsliche Wertpapiere investierten.

«Spätestens seit der Veröffentlichung der US-Inflationsdaten scheint sich das Bild am Goldmarkt komplett verändert zu haben.» Das schreibt Daniel Briesemann, Analyst bei der Commerzbank. «Seitdem wird Gold seiner Eigenschaft als wertstabile Anlage gerecht und ist entsprechend gefragt.»

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Will den Goldpreis vorerst nicht schwächen - EZB-Chefin Christine Lagarde. - Keystone

Goldpreis nur schwach unter Druck

Die Inflationsrate in den USA ist im Oktober auf den höchsten Stand seit 1990 gestiegen. Der stärkere Dollar und die gestiegene Rendite der Anleihemärkte belasteten den Goldpreis in diesem Umfeld nicht, so der Experte.

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