Gold und Silber nach historischem Crash im Schlingerkurs

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    USA,

    Nach einem Rekordhoch stürzen die Preise von Gold und Silber ab. Silber verliert über 30 Prozent, Gold sackt stark ein. Analysten bleiben trotzdem optimistisch.

    Gold und Silber
    Die Preise für Gold und Silber geraten nach einem Rekordhoch unter Druck. - depositphotos

    Der Goldpreis ist am Montag unter die Marke von 4700 Dollar je Unze gefallen. Nach einem Rekordhoch von 5595 Dollar am Donnerstag verlor das Edelmetall knapp 1000 Dollar an Wert.

    Silber traf der Einbruch noch härter als Gold: Der Preis für eine Feinunze sackte zeitweise auf 71 Dollar, berichtet «t-online». Am Freitag hatte der Silberpreis noch ein Allzeithoch bei 121 Dollar markiert.

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    Als Auslöser des Crashs von Gold und Silber gilt die Nominierung von Kevin Warsh durch Donald Trump. Der US-Präsident gab am Freitag bekannt, dass Warsh Jerome Powell als Fed-Chef nachfolgen soll.

    Dollar legt zu und belastet Gold und Silber

    Warsh geniesst den Ruf eines kompromisslosen Inflationsbekämpfers, schreibt «Telepolis». Sofort schossen Spekulationen über künftig höhere Zinsen durch die Handelsräume.

    Der Dollar gewann an Boden und drückte die Edelmetallpreise nach unten. Die Personalie war jedoch lediglich der Auslöser für eine längst überfällige Korrektur.

    Technische Faktoren wirkten wie ein Brandbeschleuniger, erklärt «gold.de». Viele kurzfristige Trader waren auf der Long-Seite positioniert.

    Chinesische Spekulanten heizten Rallye an

    Als wichtige Stop-Loss-Marken rissen, setzte eine Kettenreaktion aus automatisierten Verkäufen ein.

    Eine Welle chinesischer Spekulanten hatte die Rallye um Gold und Silber zusätzlich befeuert.

    Gold und silber
    Die Nominierung von Warsh löste einen massiven Einbruch bei Gold und Silber aus. (Symbolbild) - keystone

    Laut «Kettner Edelmetalle» führte dies zu einer gefährlichen Überhitzung des Marktes. Goldman Sachs analysierte, dass eine Rekordwelle an Call-Optionen den Aufwärtstrend verstärkt habe.

    Erholung setzt zaghaft ein

    Am Dienstag konnte Gold einen Teil der Verluste ausgleichen, meldet «Finanzmarktwelt». Der Spotpreis stieg zeitweise um bis zu 4,2 Prozent auf über 4855 Dollar je Unze.

    Auch Silber legte deutlich zu und gewann 5 Prozent auf 83 Dollar. Analysten bleiben trotz des jüngsten Einbruchs optimistisch, berichtet «t-online».

    Die Deutsche Bank hat ihr Kursziel für Gold unverändert bei 6000 Dollar belassen. Ihrer Einschätzung nach bleiben vor allem Anleger in China wichtige Treiber.

    Kommentare

    User #1583 (nicht angemeldet)

    …die Margen für Goldhändler sind zu hoch, da braucht es eine Korrektur!

    User #2797 (nicht angemeldet)

    Preisvergleich zwischen Comex und Shanghai zeigt auf wo der Hund begraben ist

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