Nominierung von Warsh löst Einbruch bei Gold und Silber aus
Gold fiel am Montag auf 4479 Dollar, während Silber auf 74 Dollar abstürzte. Die Ernennung von Kevin Warsh löste eine historische Edelmetall-Korrektur aus.

Am Donnerstag hatte Gold noch bei 5594 Dollar (4326 Franken) ein Allzeithoch markiert, berichtet die «Handelszeitung». Silber erreichte mit 121.64 Dollar (94 Franken) ebenfalls einen Rekordstand.
Doch dann kam der brutale Absturz. Silber brach am Freitag zeitweise um mehr als 30 Prozent ein und betrug zeitweise 76.5 Dollar (59 Franken).
US-Präsident Trump nominierte Kevin Warsh als neuen Fed-Chef, wie «Börse Global» meldet. Die Entscheidung überraschte die Märkte fundamental.
Warsh schürt Unsicherheit an Märkten
Warsh soll im Mai den amtierenden Vorsitzenden Jerome Powell ablösen, wenn dessen Amtszeit endet.
Warsh gilt als geldpolitischer Falke, der tendenziell höhere Zinsen bevorzugt, berichtet «Euronews». Anleger hatten jedoch auf deutliche Zinssenkungen spekuliert.
Diese Erwartungen wurden nun brutal enttäuscht. Die Unsicherheit über die künftige US-Geldpolitik belastet die Edelmetallpreise massiv.
Sinkflug setzt sich am Montag fort
Der Ausverkauf setzte sich zum Wochenstart ungebremst fort, berichtet die «Handelszeitung». Gold notierte gegen 7.30 Uhr bei 4479 Dollar (3463 Franken).
Das entspricht einem Tagesverlust von 7,9 Prozent. Im Tief fiel der Preis sogar auf 4440 Dollar (3402 Franken).

Silber verlor erneut zweistellig und rutschte auf 74.17 Dollar (57.36) ab. Der Rückgang betrug 12,4 Prozent.
Dollar-Stärke verschärft Preisdruck
Der US-Dollar legte nach der Warsh-Nominierung zu, wie die «Handelszeitung» berichtet. Ein stärkerer Greenback macht Edelmetalle für ausländische Käufer teurer.
Warsh fordert zudem einen Abbau der Anleihebestände der Fed. Dies könnte den Finanzmärkten Liquidität entziehen.
Höhere Zinsen machen zudem Staatsanleihen als sicheren Hafen attraktiver. Gold und Silber geraten dadurch zusätzlich unter Druck.
Experten sehen klassische Korrektur
Marktbeobachter sprechen von einer überfälligen Korrektur nach der Rally, meldet die «Handelszeitung». Die Edelmetalle waren zuvor schwindelerregend gestiegen.
Bei Silber gab es seit den 1980er-Jahren keinen derart heftigen Einbruch. Der Preissturz von 30 Prozent war beispiellos.
Trotz der Verluste liegen beide Metalle seit Jahresbeginn deutlich im Plus. Die längerfristige bullische These bleibt intakt.












