Gold nach Abverkauf gestählt – folgt nun ein Rekordhoch?

    Gerrit Fredrich
    Gerrit Fredrich

    USA,

    Gold zeigt sich nach Kursrückgang extrem robust. Experten rechnen mit weiteren spektakulären Rekorden bis 2026.

    Gold
    Goldbarren werden wieder teurer. (Symbolbild) - dpa

    Der Goldpreis geriet am 9. Oktober temporär massiv unter Druck, wie «Finanznachrichten.de» berichtet. Gewinnmitnahmen bereiteten der Rekordjagd des Edelmetalls zunächst ein abruptes Ende.

    Der Goldpreis tauchte erneut unter die Marke von 4000 Dollar (3200 Franken) ab. Die Vehemenz des Rücksetzers liess nicht viel Gutes erwarten.

    Gold: Entspannung im Nahen Osten als Auslöser

    Ein möglicher Grund war die Entspannung im Nahen Osten, schreibt «Finanznachrichten.de». Der ein oder andere Marktakteur verabschiedete sich aus dem sicheren Hafen Gold.

    Hast du in Gold investiert?

    Doch die bärenstarke Reaktion am Freitag lässt auf eine Fortsetzung der Rally hoffen. Der markante Rücksetzer könnte sich sogar als Brandbeschleuniger entpuppen.

    Goldman Sachs sieht 4'000 Dollar bis Mitte 2026

    Goldman Sachs rechnet damit, dass der Goldpreis bis Ende 2025 auf rund 3'700 Dollar klettern wird. Bis Mitte 2026 sei dann ein Niveau von etwa 4'000 Dollar realistisch, berichtet «finanzen.net».

    Diese Einschätzung stützt sich auf anhaltend starke Käufe der Zentralbanken, so die Bank. Die Notenbanken wollen ihre Devisenreserven diversifizieren und sich gegen Währungsrisiken absichern.

    ETF-Anleger verstärken ihre Engagements

    Parallel verstärken ETF-Anleger ihre Engagements, wie «finanzen.net» schreibt. Gold wird so zunehmend als Absicherung gegen wirtschaftliche Unsicherheiten in Betracht gezogen.

    Diese robuste Nachfrage aus beiden Lagern bildet das Fundament für die positive Preisprognose. Geopolitische Spannungen verleihen dem Edelmetall zusätzliche Unterstützung.

    Gold
    Gold gilt sei jeher als sichere Bank in Krisenzeiten. (Symbolbild) - Keystone

    Die Erwartung sinkender Leitzinsen in den USA stärkt die Attraktivität des zinslosen Edelmetalls. Goldman Sachs verweist darauf, dass Anleihen und verzinsliche Anlagen an Reiz verlieren, berichtet Reuters.

    Hinzu kommen anhaltend hohe Haushaltsdefizite und Inflationsrisiken, die Anleger vermehrt in Sachwerte treiben. Auch Unsicherheiten über die Unabhängigkeit der US-Notenbank stützen die Flucht ins Edelmetall.

    Entdollarisierung treibt den Preis

    Ein abgeschwächter Dollar wirkt preistreibend, weil Gold für Käufer ausserhalb der USA günstiger wird. Goldman Sachs erwartet eine zunehmende Entdollarisierung der Reserven in einigen Schwellenländern, schreibt Reuters.

    Francisco Blanch von der Bank of America spricht im CNBC-Interview von einem längerfristigen Gold-Superzyklus. Dieser könnte auch Industriemetalle und Minenaktien begünstigen

    Kommentare

    User #1043 (nicht angemeldet)

    Die Welt befindet sich in einer richtigen Krise und auch die Weltwirtschaft. Die reale Inflation weltweit ist hoch. Viele wichtige Anleger und auch einige der wichtigsten Nationalbanken weltweit wollen in Gold investieren. Eine Unze Feingold für über 4500 - 7000 US$ ist deshalb real bis Ende 2026. LOL.

    Chrigel.B

    Zum Glück habe ich noch viel Gold im Schliessfach

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