BMW

    Gewinn bei BMW bricht um mehr als ein Viertel ein

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Zölle und schwierige Geschäfte in China belasten BMW im ersten Halbjahr, doch das Unternehmen steht stabiler da als andere deutsche Automobilkonzerne.

    Oliver Zipse
    Konzernchef Oliver Zipse wertete die BMW-Halbjahreszahlen als Beleg dafür, «wie robust unser Geschäftsmodell ist». (Archivbild) - dpa

    Zölle, schwierige Geschäfte in China und der schwache Dollar haben BMW im ersten Halbjahr einen Gewinneinbruch um mehr als ein Viertel beschert. Nach Steuern verdiente der Münchner Konzern 4 Milliarden Euro – 29 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie er mitteilte.

    Das ist bereits der dritte Rückgang in einem ersten Halbjahr in Folge. Damit steht BMW allerdings immer noch stabiler da als die anderen deutschen Automobilkonzerne: VW hatte – wie seine Tochter Audi – im ersten Halbjahr mehr als ein Drittel, Mercedes-Benz sogar mehr als die Hälfte des Gewinns eingebüsst.

    Konzernchef Oliver Zipse wertete die BMW-Halbjahreszahlen als Beleg dafür, «wie robust unser Geschäftsmodell ist».

    Schon bei den Anfang des Monats vorgelegten Absatzzahlen hatte sich angedeutet, dass BMW etwas glimpflicher davonkommen könnte als die Konkurrenz, denn der Absatz der Münchner war – anders als bei Mercedes und Audi – mit gut 1,2 Millionen Autos annähernd stabil geblieben. Der Umsatz sank allerdings um 8 Prozent auf 67,7 Milliarden Euro.

    Die Auswirkungen der US-Zölle

    Zölle belasteten auch BMW deutlich – hier geht es nicht nur um Exporte in die USA, sondern auch um den Import von elektrischen Minis aus China in die EU, auf den die Münchner 31 Prozent Zoll zahlen.

    Alles in allem geht der Konzern davon aus, dass die Zollaufschläge ihn im Laufe des Jahres im Segment Automobile 1,25 Prozentpunkte Marge kosten werden.

    Angaben dazu, wie teuer die US-Zölle im ersten Halbjahr für BMW waren, machte der Konzern zunächst nicht. Konkurrent Audi hatte die Belastung daraus zuletzt mit rund 600 Millionen Euro angegeben. BMW hat im Gegensatz zu den Ingolstädtern allerdings ein eigenes Werk in den USA, das grob die Hälfte seiner dort verkauften Autos produziert.

    Sollten die Zölle für den Export von Autos aus den USA nach Europa tatsächlich von derzeit 10 Prozent auf null gesenkt werden – was zurzeit im Raum steht – würde BMW dadurch ein Stück weit profitieren.

    Blick auf Chinas Automarkt und Elektroautos

    Die deutschen Autohersteller leiden neben den US-Zöllen auch unter dem harten Rabattkampf um den chinesischen Markt. Insbesondere mit Elektroautos tun sie sich dort schwer. Die meisten haben bereits Stellenabbauprogramme eingeleitet; BMW kann das bisher vermeiden.

    BMW hofft nun unter anderem auf «die Neue Klasse», deren erstes Serienfahrzeug im September auf der Internationalen Automobilausstellung vorgestellt werden soll.

    «Mit dem BMW iX3 geben wir den Startschuss für einen beispiellosen Produkthochlauf», sagt Zipse. «Bis 2027 bringen wir mehr als 40 neue und überarbeitete Modelle auf den Markt – über alle Segmente und Antriebsformen hinweg.»

    Kommentare

    User #4864 (nicht angemeldet)

    Jetzt hat ja unsere Regierung für über 5 Mio. Autos bestellt. Gern geschehen, BMW, für unsere Steuergelder

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