«Schutz der Gäste»: Badeverbot in Aargauer Badis – wegem dem Biber

Sina Barnert
Sina Barnert

Zurzibiet,

Weil Biber mehrere Badis im Aargau besucht haben, blieben deren Pools für Badigäste aus Sicherheitsgründen zu. Nicht alle haben Verständnis für die Massnahme.

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Ein Biber hat die die Badi in Biberstein AG unsicher gemacht. - Gemeinde Biberstein

Das Wichtigste in Kürze

  • Biber haben im Aargau mehrere Badis besucht.
  • Die Besuche der Nager führten jeweils zu einem Badeverbot.
  • Eine Badi verstärkt nun den Zaun und will «bibersicher» werden.

Pelzige Besucher in den Aargauer Badis.

Gleich an zwei Orten machten es sich in der vergangenen Woche Biber in den Schwimmbecken gemütlich. Betroffen waren das Biobad in Biberstein AG und die Badi in Fisibach AG.

Wegen den Nagetieren musste die Badi Biberstein vergangenen Donnerstag sogar geschlossen werden . «TeleM1» hatte zuerst berichtet.

«Er war in der letzten Zeit immer wieder in der Badi anzutreffen»

Nau.ch konnte mit der betroffenen Gemeinde Biberstein über den Biber sprechen, der die Badi besucht hat. Sie erklärt zum Badestopp im Biobad: «In erster Linie bestand das Badeverbot zum Schutz der Badigäste.»

Denn Bademeister Rolf Gurtner sagte gegenüber «TeleM1»: «Es besteht die Gefahr, dass er die Badi als sein Revier anerkennt.» Dann verteidige er dieses – und «es kann sein, dass er zubeisst».

Das Badeverbot gab es jedoch auch, um dem Tier in Ruhe die Möglichkeit zu geben, die Badi wieder zu verlassen. Und zwar auf die gleiche Weise, wie er gekommen sei.

Dass der Biber die Badi besucht hat, ist kein Einzelfall, wie die Gemeinde bestätigt: «Er war in der letzten Zeit immer wieder kurz in der Badi anzutreffen.» Er sei dann auch «von alleine wieder gegangen».

Dabei hat er allerdings Schäden hinterlassen und Bäume angenagt.

«Wir hoffen, die Badi ist danach bibersicher»

Die Reaktionen auf das Badeverbot im Biobad seien derweil gemischt ausgefallen: «Die einen haben es verstanden, dass die Sicherheit beider Seiten vorgeht, die anderen weniger.»

Kannst du die Badeverbote wegen der Biber verstehen?

Am Wochenende, als das Bad wieder offen hatte, sei denn auch ein leichter Rückgang an Besuchern zu verzeichnen gewesen. «Ob dies nun am Biber oder an der Sommerferienzeit liegt, kann nicht abschliessend beurteilt werden.»

Damit es nun nicht zu weiteren unangekündigten Biber-Besuchen kommen könne, werde nun der Badi-Zaun verstärkt. «So kann der Biber kein Loch mehr graben. Wir hoffen, die Badi ist danach bibersicher.»

Kommentare

User #4513 (nicht angemeldet)

Ich wäre für die Bieber in den Problembadis und an den Grenzen🥰#NaturschutzistHeimatschutz

User #880 (nicht angemeldet)

Biberstein hat doch diese Naturbadi. Müsste vielleicht erwähnt werden.

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