Nach den Einbussen in Folger der Corona-Pandemie regeneriert sich der Schweizer Stellenmarkt. Die Anzahl Beschäftigter ist gestiegen.
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Das Bundesamt für Statistik in Neuenburg. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Schweizer Stellenmarkt erholt sich allmählich wieder von der Corona-Krise.
  • Das Bundesamt für Statistik verzeichnete ein Wachstum der Anzahl Beschäftigten.
  • Die Anzahl offener Stellen stieg im sekundären Sektor um 59,4 %, im tertiären um 47,5 %.

Der Schweizer Stellenmarkt hat sich im vierten Quartal 2021 weiter von den Folgen der Corona-Pandemie erholt. Die Zahl der Stellen stieg innert Jahresfrist um 1,9 Prozent und damit das dritte Mal in Folge nach vier Rückschlägen. Und die Aussichten für die Beschäftigten zeigen weiter nach oben.

Insgesamt zählte das Bundesamt für Statistik (BFS) im vierten Quartal 2021 rund 5,239 Millionen Beschäftigte in der Schweiz. Dies sei nach dem Einbruch durch die Pandemie und der anschliessenden Erholung zum zweiten Mal in Folge ein neuer Rekord. So heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Beschäftigungsgrad stieg in allen Sektoren

Dabei stieg die Beschäftigung im sekundären Sektor (Industrie und Baugewerbe) um 0,9 Prozent. Im tertiären Sektor (Dienstleistungen) um +2,2 Prozent.

Saisonbereinigt belief sich der Wert der Gesamtbeschäftigung im Berichtsquartal auf 5,221 Millionen. Das entspricht gegenüber dem dritten Quartal einer Zunahme um 0,5 Prozent. In Vollzeitäquivalenten belief sich die gesamte Beschäftigung in der Schweiz auf insgesamt 4,065 Millionen Stellen (+1,6% zum Vorjahr).

Die Entwicklung der Beschäftigung zeigte im Berichtsquartal in allen sieben Grossregionen nach oben: Im Jahresvergleich nahm sie zwischen 0,6 Prozent (Nordwestschweiz) und 3,0 Prozent (Zentralschweiz) zu. Auch im sekundären Sektor verzeichneten alle Grossregionen eine Zunahme.

Beschäftigungswachstum im Raum Genf, Zürich und in der Zentralschweiz

Der tertiäre Sektor wies ebenfalls in allen Grossregionen ein Beschäftigungswachstum aus. Besonders stark fiel dieses laut den BFS-Zahlen in der Genferseeregion (+2,6%), in Zürich (+2,9%) und in der Zentralschweiz aus (+3,1%).

Die Anzahl offener Stellen stieg derweil im sekundären Sektor um 59,4 Prozent und im tertiären Sektor um 47,5 Prozent. In beiden Sektoren zusammen wurden laut BFS insgesamt 98'600 offene Stellen gezählt. Dies sind 32'900 mehr als im entsprechenden Vorjahresquartal (+50,2%) und sei eine neue Höchstmarke.

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Blick ins Bundesamt für Statistik (BSF) in Neuenburg. (Archivbild) - Keystone

Die Quote der offenen Stellen entsprach im Total 1,8 Prozent. Im sekundären Sektor 2,1 Prozent und im tertiären Sektor einem Anteil von 1,8 Prozent.

Und die Aussichten sind laut BFS weiter gut. Der sogenannte Indikator der Beschäftigungsaussichten stieg gegenüber dem Vorjahr (1,06; +5,0%) und übertrifft auf dem aktuellen Stand in allen Branchen und Grossregionen den Wert von 1,00.

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