Der Lehrermangel, der sich zuletzt wegen Corona verschärft hat, zwingt den Kanton Zürich zu unkonventionellen Massnahmen.
Lehrer
Eine Lehrperson bei der Arbeit. (Symbolbild) - Keystone

Nach den Ferien können im Kanton Zürich vorübergehend auch Personen ohne abgeschlossene Lehrerausbildung befristete Stellvertretungen übernehmen.

Aufgrund der Vielzahl von corona-bedingten Absenzen und des ausgetrockneten Stellenmarktes bekundeten die Schulen grosse Mühe, offene Stellvertretungs-Stellen zeitnah besetzen zu können, heisst es in einer entsprechenden Weisung der Bildungsdirektion des Kantons Zürich, über die das «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» von Radio SRF am Donnerstag berichtete.

Damit der Schulunterricht dennoch sichergestellt werden kann, werden nun vorübergehend die Anforderungen gelockert, die für Stellvertretungen üblicherweise gelten. Die sogenannten «Notfall-Vikariate» sollen vor allem zur kurzfristigen Überbrückung genutzt werden.

Eingesetzt werden können so beispielsweise Studierende von pädagogischen Hochschulen sowie Heilpädagoginnen und Heilpädagogen, auch wenn diese über kein Lehrerdiplom verfügen.

Auch für Personen mit Lehrerdiplom werden üblicherweise geltende Restriktionen gelockert. So dürfen beispielsweise amtierende Lehrpersonen oder Schulleitende ihr Pensum mit zusätzlichen Vikariaten auf bis zu 115 Prozent aufstocken.

Die Regelung gilt befristet bis zum Ende des Schuljahres 2021/22.

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