Gerichtshof bejaht Millionenstrafen gegen Luftfrachtkartell

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Luxemburg,

Mehrere grosse Fluggesellschaften sind mit ihren Klagen gegen millionenschwere EU-Kartellstrafen vor dem höchsten Gericht der Europäischen Union gescheitert.

Polens Disziplinarsystem für Richter ist kein Fall für EuGH
Der ein Eingang zum Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg. - dpa

Damit haben die Geldbussen von insgesamt rund 776 Millionen Euro bis auf eine Ausnahme Bestand, die die Europäische Kommission wegen unerlaubter Preisabsprachen verhängt hatte. Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg (EuGH) wies nahezu alle Rechtsmittel der 13 Airlines gegen ein vorheriges Urteil des EU-Gerichts zurück.

Nur dem Rechtsmittel der skandinavischen SAS Cargo Group gaben die Richterinnen und Richter in Luxemburg teilweise statt, da Fehler bei der Berechnung der gegen sie verhängten Busse unterlaufen seien. Die Geldbusse wurde dementsprechend herabgesetzt. Die deutsche Lufthansa hatte von einer Kronzeugenregel profitiert und musste keine Strafe zahlen, war aber trotzdem mit einer Klage beteiligt.

Die Kommission hatte die Geldbussen für Kartellverstösse zwischen 1999 und 2006 verhängt. Bei dem Kartell ging es etwa um Aufschläge für Treibstoff und Sicherheitsleistungen sowie die Weigerung, Spediteuren eine Provision auf diese Aufschläge zu bezahlen.

Der Rechtsstreit zog sich lange hin, da ein erster Beschluss der Brüsseler Behörde aus dem Jahr 2010 zunächst vom EU-Gericht gekippt worden war. 2017 legten die Wettbewerbshüter dann einen neuen Beschluss vor, der auf die vom Gericht aufgezeigten Mängel einging und die Bussen um rund 24 Millionen Euro reduzierte.

Kommentare

Weiterlesen

immobilien teuscher zürich preis
72 Interaktionen
Warum viel teurer?
x
40 Interaktionen
15 Grad am See

MEHR IN NEWS

Franjo von Allmen
Nach Gold-Hattrick
motorrad
1 Interaktionen
St. Gallen

MEHR AUS LUXEMBURG

EuGH in Luxemburg
7 Interaktionen
Urteil
df
Luxemburg
Flagge EU
11 Interaktionen
Luxemburg
3 Interaktionen
Luxemburg