Fast eineinhalb Jahrzehnte nach der globalen Finanzkrise hat ein französisches Gericht die Investmentbank Natixis wegen falscher Informationen an Investoren verurteilt. Das Institut soll eine Strafe von 7,5 Millionen Euro zahlen.
Natixis IM
Der Hauptsitz von Natixis IM in Paris. - Screenshot von Google Maps

Fast eineinhalb Jahrzehnte nach der globalen Finanzkrise hat ein französisches Gericht die Investmentbank Natixis wegen falscher Informationen an Investoren verurteilt. Das Institut soll eine Strafe von 7,5 Millionen Euro zahlen.

Dies, nachdem das Gericht es am Donnerstag für schuldig befand, 2007 falsche Angaben über seine finanzielle Stärke gemacht zu haben. Die Bank weist den Vorwurf zurück und prüft, in Berufung zu gehen. Der Prozess geht auf eine Klage der französischen Anlegervereinigung Adam aus dem Jahr 2009 zurück.

Natixis war in Folge des Wertverfalls bei den sogenannten Subprime-Anleihen ins Straucheln geraten und musste von der Muttergesellschaft BPCE gestützt werden. Bei dem Prozess ging es um eine Mitteilung von Natixis an Anleger im November 2007, in der sie sich zu ihrem Engagement im US-Markt für Kredite an Eigenheimbesitzer mit schlechter Bonität (Subprime) äusserte.

Natixis argumentierte, damals seien die Auswirkungen, die der Verfall dieser Wertpapiere für das globale Finanzsystem hatte, nicht absehbar gewesen. Die US-Bank Lehman Brothers war im Herbst 2008 deswegen zusammengebrochen, weltweit kamen Banken und Versicherungsfirmen ins Schlingern, schliesslich gipfelte die Finanzkrise in einer globalen Staatsschuldenkrise.

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